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Cessna Citation X: mit 960 km/h der schnellste Business-Jet, der je gebaut wurde

Cessna Citation X

Technische Daten:

Hersteller: Cessna Aircraft Company - Nutzung: Geschäftsflugzeug - Besatzung: 2 - Passagiere: 12 - Antrieb: 2 x Rolls-Royce AE 3007C Turbofans - Schub: 2 x 28,66 kN (6.440 lbs) - Abmessungen: Länge: 22,05 m - Höhe: 5,84 m - Spannweite: 19,38 m - Flügelfläche: 48,96 m² - Kabinenlänge: 7,18 m - Kabinenbreite: 1,70 m - Kabinenhöhe: 1,73 m - Gepäckraum: 2,30 m³ - Massen: Leermasse: 9.730 kg - max. Kraftstoff: 5.895 kg - max. Rollmasse: 16.330 kg - max. Startmasse: 16.140 kg - max. Landemasse: 14.425 kg - Flugleistungen: max. Fluggeschwindigkeit: Mach 0.92 - Reisegeschwindigkeit: Mach 0.90 in ca. 11.000 m - Dienstgipfelhöhe: 15.500 m - Steigrate: 18,9 m/s - Startstrecke: ca. 1.600 m - Landestrecke: ca. 1.050 m - Reichweite: ca. 6.350 km -

Beschreibung:

Sie ist der schnellste Business-Jet, der je gebaut wurde. Knapp unterhalb der Schallgeschwindigkeit fliegt die Citation X mit Mach 0.92, über 960 km pro Stunde. Sie steigt direkt auf 43.000 ft und ist für 51.000 ft zugelassen.

Ihre Reichweite beträgt mehr als 6.300 km ohne zu tanken. Und bei all dieser Leistung ist die Citation X bemerkenswert effizient. Tatsächlich verbraucht sie weniger Treibstoff - auch bei Kurzstreckenflügen - als manch langsamerer Jet.

Entstehungsgeschichte der Cessna Citation-Familie:

Die Cessna Citation ist eine Flugzeugfamilie des US-amerikanischen Herstellers Cessna. Es handelt sich durchweg um zweistrahlige Geschäftsreiseflugzeuge verschiedener Größe. Neben dem Learjet ist die Citation das erfolgreichste Flugzeug dieser Klasse (Februar 2006).

Ursprünglich als FanJet 500 vermarktet, wurde der Flugzeugtyp in Citation 500 umbenannt. Später wurde der Name nochmals geändert, aus Citation 500 blieb nur Citation I.

Die Entwicklungsziele der Citation waren geringe Gestehungskosten, Sicherheit, geringe Betriebskosten und einfache Handhabung. Außerdem sollte es möglich sein, auch von Flughäfen zu starten und zu landen, die sonst nur von 2-motorigen Propellermaschinen bedient werden können.

Es entstand ein Flugzeug mit 2 Triebwerken im Heck seitlich am Rumpf und einem einziehbaren Bugradfahrwerk. Der Rumpf verfügt über eine Druckkabine. Das Leitwerk ist im Heck so ausgebildet, dass die Höhenflosse über dem Triebwerksstrahl liegt. Der Tragflügel ist ungepfeilt. Der Erstflug einer “Citation I” fand 1969 statt. Die Musterzulassung wurde 1971 erteilt. 1972 wurden die ersten Kundenmaschinen ausgeliefert.

Aufgrund des geschäftlichen Erfolges wurde die Serie weiter ausgebaut. 1976 wurde eine verbesserte Citation I sowie die größere und leistungsstärkere “Citation II” vorgestellt. Diese Citation verfügte über geschlitzte Landeklappen und eine Luftbremse. Die Steuerflächen werden von Hand bedient, die Trimmung erfolgt durch ein elektrisches System. Typischerweise konnten 6 bis 10 Passagiere befördert werden.

1979 wurde die komplett neue “Citation III” vorgestellt, die einen superkritischen 25°-Pfeilflügel und ein T-Leitwerk aufwies. Der Erstflug dieses Musters erfolgte 1979, und erste Lieferungen erfolgten 1983. Die Maschine verfügte über geschlitzte Landeklappen. Die Spoiler unterstützten dabei die Querruderwirkung. Als Triebwerk kamen zwei Allied-Signal-TFE-731-3- (mittlerweile Honeywell-) Turbofans mit Schubumkehr zum Einsatz, die eine maximale Reisegeschwindigkeit von Mach 0,81 und eine Dienstgipfelhöhe von 15500 m ermöglichten. Die Maschine konnte bis zu 13 Passagiere befördern.

1984 kam die verbesserte “Cessna Citation S/II” heraus (auch: Cessna S-550) und ersetzte die bisherige Citation II, die wiederum 1997 von der leistungsfähigeren “Cessna Citation Bravo” ersetzt wurde.

1987 begann die Entwicklung der Cessna Citation V (=Cessna 560), die ab 1989 ausgeliefert wurde. Eine weiter verbesserte Version ist die Cessna Citation Ultra V, die ab 1994 vertrieben wurde. Ausgerüstet mit den Pratt & Whitney PW 535A wurde die Reichweite und Wirtschaftlichkeit verbessert.

Weitere Versionen sind die Citation X, Citation Encore und Citation Sovereigh.

Die einzelnen Versionen: (Stand 2006)

 

 

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