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Raab-Katzenstein RK 9 “Grasmücke”: Der Traum vom Volksflugzeug von 1928

Raab-Katzenstein RK 9 Grasmücke

Ende 1925 gründeten Antonius Raab, Kurt Katzenstein und Anatole Gobiet das Raab-Katzenstein Flugzeugwerk. Nachdem das Unternehmen zunächst große Erfolge verbucht hatte, kam es 1931 aufgrund der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lage zum Konkurs. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden zwölf Flugzeugtypen gebaut. Dazu zählte das Leichtflugzeug "Grasmücke" aus dem Jahr 1928.

Der freitragende Doppeldecker in Gemischtbauweise war mit einem Anzani-Motor ausgerüstet und wies gute Flugeigenschaften auf. Mit einem Einführungspreis von 5.900 Reichsmark, später 6.900 Reichsmark, sollte das Flugzeug für jedermann erschwinglich sein.

Die Weltwirtschaftskrise verhinderte jedoch, dass sich der Traum vom '”Volksflugzeug” verwirklichen ließ. Die ausgestellte "Grasmücke" mit der Werknummer 353 kam ab Oktober 1928 bei Werbeflügen zum Einsatz. Im Mai 1929 kaufte sie Franz Gramm aus Thale im Harz.

Nach Motorschaden und Bruchlandung wurde sie im September desselben Jahres stillgelegt und in einem Schuppen eingelagert. Nach der Wiederentdeckung 1967 wurde die RK 9 in den 70er Jahren überholt und dem Otto-Lilienthal-Museum in Anklam übergeben. Ende der 90er Jahre übernahm das Deutsche Technikmuseum Berlin die Restaurierung der weltweit letzten erhaltenen "Grasmücke".

Technische Daten:

  • Typ: Leichtflugzeug RK 9 "Grasmücke"
  • Hersteller: Raab-Katzenstein Flugzeugwerk GmbH, Kassel
  • Verwendungszweck: Sportflugzeug
  • Besatzung/Passagiere: 1 Pilot und 1 Passagier
  • Baujahr: 1928
  • Motor: Anzani (35 PS)
  • Spannweite: 8,96 m
  • Länge:. .6,55 m
  • Leergewicht: 430 kg
  • Stückzahl: etwa 20 (erhalten: 1)
Raab-Katzenstein RK 9 Grasmücke
Raab-Katzenstein RK 9 Grasmücke

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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