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Flugzeuge vomTechnikmuseumSinsheim und Speyer

Absolut friedlichen Zwecken dienten 2 Amphibien-Löschflugzeuge des Typs Canadair CL-215, die scherzhaft auch „Wasserbomber“ genannt werden. Die Spezifikationen für diesen Typ wurden 1963 auf einem Symposium über die Waldbrandbekämpfung im kanadischen Ottawa festgelegt. Anfang 1966 wurde beschlossen, diesen Typ in Serie zu fertigen. Die kanadische Provinz Quebec und der französische Zivilschutz waren die ersten Käufer mit 20, bzw. 10 Exemplaren. Sie wurden primär für die Überwachung der Wälder und zur Bekämpfung von Waldbränden eingesetzt, aber auch als Such- und Rettungsflugzeug.

Zur Feuerbekämpfung trägt die CL-215 ca. 5.445 Liter Wasser oder Löschflüssigkeit in 2 Rumpftanks. Das Wasser kann aus einem in der Nähe gelegenen See oder Fluss durch 2 Öffnungen in der Rumpfunterseite aufgenommen werden, während das Flugzeug über die Wasseroberfläche fliegt. Dann steigt die Maschine wieder auf und wirft das Wasser über der Brandstätte ab. Die Operation wird so oft wiederholt, bis das Feuer gelöscht ist. In den meisten Fällen kann alle zehn Minuten eine Wasserladung abgeworfen werden.

Spektakulär war der Einsatz dieser Flugzeuge bei Deutschlands größter Waldbrandkatastrophe im August 1975 in der Lüneburger Heide. Vom Steinhuder Meer schleppten die „Wasserbomber“ tonnenweise das Löschwasser heran und warfen es in die Flammenherde.

Die CL-215 ist relativ groß. Ihre Spannweite beträgt 28,60 m, die Länge 19,82 m und die Höhe 8,92 m. Die Cl-215 besitzt einen einstufigen Bootskörper und starr montierten Schwimmern unter den Flügeln. Sie besitzt zusätzlich für die Landung an Land ein Dreibeinfahrgestell.

Technische Daten:

Typ Mehrzweck-Amphibienflugzeug
Länge 19,82 m
Spannweite 28,60 m
Höhe 8,92 m
Antrieb 2 x Sternmotoren
Typ Pratt & Whitney R-2800-CA3
Leistung 2 x 2.100 Ps
Marschgeschwindigkeit ca. 290 km/h in 3050 m Höhe
Reichweite ca. 2.090 km
Leermasse 12.160 kg
max. Startmasse an Land: 19.731 kg
. auf dem Wasser: 17.100 kg