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Lexikon der Flugzeuge

- Modelle, Technik, Daten, Fakten -

  • 1. Abwurf der Starthilfen
  • 2. Seitentrimmung
  • 3. Fahrwerkschnappschalter
  • 4. Höhentrimmung
  • 5. Starthilfen-Auslösung
  • 6. Brandhahnhebel
  • 7. Leistunghebel
  • 8. Fahrwerkentrastung
  • 9. Fahrwerksanzeige links
  • 10. Landeklappen-Handpumpe
  • 11. Navigationsgeräte
  • 12. Flugüberwachungsgeräte
  • 13. Schauzeichen für Staurohr u. Waffen
  • 14. Dachverschluss
  • 15. Visier
  • 16. Triebwerksüberwachung
  • 17. Atemanlage
  • 18. Leuchtpistole
  • 19. Fahrwerksanzeige rechts
  • 20. Bediengerät Fuss 25 a
  • 21. Empfänger FuG 24
  • 22. Anlasskippschalter
  • 23. Verstelldüsenschalter
  • 24. Selbstschalter
  • 25. Katapultsitz-Auslösung
  • 26. Pedalverstellung
  • 27. Fenster am Bugrad

Selbstschalter:

  • Sammler
  • Kraftstoffpumpe
  • Waffen, Revi
  • Staurohr-Heizung
  • Anlass-und Messanlage
  • Wendezeiger, Starthilfe
  • Verstelldüse
  • FuG 24
  • FuG 25 a
  • Anlasser.

I. A l l g e m e i n e s

Masse

  • Spannweite 7,2 m
  • Länge 9,08 m
  • Höhe 2,6 m
  • Spurweite 1,5 m
  • Tragfläche 11,16 m²
  • Flächenbelastung 240 kg/m²

Baumerkmale

  • Rumpf: Ganzmetallbauweise (Schalenbau), Führerraum teilweise gepanzert,verglaste Überdachung.
  • Tragwerk: Freitragender Tragflügel mit Haupt-und Endholm, Kraftstoffbehälterräume brennstoffest konserviert.
  • Leitwerk: Höhenflosse mechanisch verstellbar (Trimmkurbel), Doppelseitenleitwerk, sämtliche Ruder mit Bügelkanten, dynamisch voll massenausgeglichen.
  • Fahrwerk: Haupt- und Bugfahrwerk, letzteres nicht bremsbar.
  • Druckölanlage: betätigt Fahrwerke, Radbremsen, Landeklappen.

Triebwerk:

Ein TL-Triebwerk, Baumuster BMW 109 003 E-2, zwei Starthilfen R/502, können unter dem Rumpf eingehängt werden.

Elt.-Anlage:

Ein 2000 Watt-Generator am Triebwerk, ein Sammler 24 NCL 10 hinter Spant 5 auf Behältertraggerüst.

Bordfunkanlage:

FuG 24, UKW-Funkgerät für BzB und BzE-Sprechverkehr und Zielflugverkehr, FuG 25a Kennungsgerät.

Schusswaffenanlage:

  • A-1: 2 MK 108 Kal. 30 mm, Durchladung elektro-pneumatisch, Zündung elektrisch
  • A-2: 2 MG 151 Kal. 20 mm, Durchladung elektrisch,

Rettungs- und Sicherheitsgerät:

Katapultierbarer Flugzeugführersitz mit Sitzmulde für Sitzfallschirm 550 mit Füllungsbremse, Perlongurte und Höhenatmer, Bauchgurt, Schultergurt, 1 Leuchtpistole.

Beanspruchungs - und Verwendungsgruppe:

  • Verwendungsgruppe H
  • Beanspruchungsgruppe 4, später 5
  • Sicheres Lastvielfaches beim Abfangen nsi= 4, später 6,5 bei G= 2400 g

Höchstzulässige Geschwindigkeiten:

  • Va = 700 km/h, bezogen auf Bodenluftdichte (entsprechend 750 km/h, Gerät zeigt ca 10% zu wenig an).
  • Va = 700 km/h in 1 km Höhe
  • Flug mit ausgefahrenem Fahrwerk, sowie beim Ein- und Ausfahren 350 km/h,
  • Flug mit ausgefahrenen Klappen - Landestellung max.300 km/h,
  • Startstellung max. 500 km/h.

Geschwindigkeitsbegrenzung:

  • Va = 700 km/h bis H = 5000 m
  • Va = 600 km/h von H = 5000 m - 7000 m
  • Va = 500 km/h von H = 7000 m - 9000 m
  • Va = 400 km/h von H = 9000 m - 11000 m

Bei großem Rumpfbehälter mit weniger als 350 Liter Kraftstoff ergibt sich extreme Schwerpunktlage und bei hohen Geschwindigkeiten Abnahme der Stabilität. In diesem Falle soll Va 100 km/h weniger als die Marke am Fahrtmesser angibt, eingehalten werden.

  • bis 5000 m Va = 700 - 100 = 600 km/h
  • 5000 - 7000 m Va = 600 - 100 = 500 km/h
  • 7000 - 9000 m Va = 500 - 100 = 400 km/h
  • 9000 - 11000 m Va = 400 - 100 = 300 km/h
Behälterinhalte: Betriebsstoffe:
1 Kraftstoff: J 2, statt J 2 kann jeder Flugkraftstoff plus 5% Öl genommen werden.
ein Rumpfbehälter, gr. 650 Lt. oder
kl. 470 Lt. und
ein Rumpf-Reservebehälter 170 Lt.
ein Flügelbehälter kl. 280 Lt. mt. 700 Lt.
2. Kraftstoff für Triebwerk: Fl-.Anlass-Kraftstoff
ein Behälterraum in Tragflügel 30 Lt.
3. Kraftstoff für Riedelanlasser: Benzin-Öl-Gemisch 20:1, bei Temperatur unter 10°C G1-Anlasskraftstoff
ein Behälter im Triebwerk 2 Lt
4. Schmierstoff: (Füllung 16 Liter) 18 Liter U 1, solange dieser nicht beschaffbar ist, Mischung aus 50% Flugöl S3 u . 50% Fl-Drucköl.
ein Behälter am Triebwerk 25 Lt.
5. Drucköl: Fl-Drucköl
ein Behälter im Fahrwerksraum 5 Lt.
6. Spindelöl: Spindelöl, grün.
drei Stossdämpfer ca. 2,5 Lt.

Verbräuche in Liter/h:

  • bei 500 km/h bei 800 km/h
  • in Bodennähe 1400 1670
  • in 6 km Höhe 850 1000
  • in 11 km Höhe 420 540B

Betankung:

II. Vorbereitungen zum Start.

III. Anlassen

a) Handanlassen:

  • Bordsammler
  • Schubdüse,Messanlage
  • Kraftstoffpumpe e i n !

Schubdüsenschalter auf "S". Sofern Halbautomatik noch nicht eingebaut ist, muß auf Stellung "A" angelassen und erst nach ordnungsgemässem Zünden und gleichmäßigem Turbinenlauf auf "S" geschaltet werden.

Anlaßkippschalter etwa 2 sec. (bei warmem Anlasser nur 1 sec., bei Kälte 2 x 3 sec.) nach vorn auf "Tupfen" drücken.

Anlaßkippschalter nach hinten auf "Anlassen", gleichzeitig zieht der Wart das Anwerfseil rasch aufeinanderfolgend. Kleine innere Drehzahlskala gilt, solange Anlaßkippschalter hinten.

Nach Anspringen des Riedel-Anlassers Brandhahnhebel "Auf".

Bei 900 - 1100 U/min (kleine innere Drehzahlskala) Druckknopf im Leistungshebel drücken, 2-3 sec. später Leistungshebel von "Stop" auf "Bodenleerlauf" vorschieben, bis Drehzahl aufholt. 1400 U/min leistet der Riedel allein. Aufholen über 1400 U/min ist Zeichen für erfolgte Zündung des Triebwerkes. Erfolgt dies nicht innerhalb 10 sec., abstellen und Zündung und Anlaßeinspritzung prüfen lassen.

Bei 1800-2000 U/min Anlasskippschalter in Mittelstellung vorspringen lassen.Von jetzt ab gilt äußere Drehzahlskala. Triebwerk stellt sich auf Bodenleerlaufdrehzahl (3300 ± 200) ein.

Nach 2 - 3 Minuten abbremsen.

b) Anlassen mit Aussenbordstromquelle:

  • Sammler aus !
  • Anlasser ein !

Verstelldüse und Anlasskippschalter wie beim Handanlassen bedienen.

Riedel-Anlasser wird auf "Anlassen" elektrisch angeworfen. Nach dem Anspringen alles weitere wie beim Handanlassen.

Außenbordstromquelle ausschalten, Stecker von Aussenbordanschluss abziehen.

Selbstschalter für Sammler "e i n".

c) Anlassen mit Bordsammler:

Alle Vorgänge wie mit Aussenbordstromquelle, jedoch von Anfang an Sammler "e i n". Die Abgastemperatur darf beim Anlassen 750°C nicht überschreiten, sonst Überhitzung im Turbinenteil. Triebwerk abstellen. Beim Triebwerksbrummen Leistungshebel auf Bodenleerlaufraste zurücknehmen. Riedelanlasser innerhalb 15 Min. höchstens 60 sec. betätigen. Anlaßvorgang dauert 20-30 sec. Anlasseinspritzpumpe darf höchstens 5 Min. ununterbrochen laufen.

IV. Abbremsen

  • Drehzahl 9500 ± 100 U/min
  • bei kaltem Triebwerk kurzzeitig 9800
  • Abgastemperatur max. 620°C
  • Kraftstoffdruck bei 9500 U/min etwa 50 kg/cm²
  • Schmierstoffdruck 6 - 7 kg/cm²
  • Generatorzuschaltung zwischen 4500 - 5000 U/min

V. Start

Allgemeines:

  • Ruder-Freigängigkeit prüfen.
  • Höhenflossentrimmung auf -1°

Bordfunkanlage:

Geräte:

Fein-Brobhöhenanzeiger auf qfe bezw. qff. Höhenatmer prüfen. Sauerstoff-Absperrventil zwei volle Umdrehungen öffnen.

Flugeigenschaften des Flugzeuges:

Keine Ausbrechneigung. Landung mit Bugfahrwerk in gleicher Weise wie bei Flugzeugen mit Spornfahrwerk einzuleiten. Ruderkräfte und Ruderwirkungen aufeinander abgestimmt, letztere für alle Flugzustände ausreichend. Sämtliche durch Fahrwerk, Landeklappen oder Gashebelbetätigung entstehenden Lastigkeitsänderungen sind beherrschbar. Überziehverhalten bei an- und zurückgestellten Landeklappen harmlos, bei vollständigem Überziehen Sackflug. Gleitwinkel bei der Landung mit voll angestellten Landeklappen und Va= 200 km/h 1:4. Achtung: Gleitwinkel im Sackflug steiler, Abfangen nicht mehr möglich. Folge : Bruch !

Abflug:

Landeklappen in "Startstellung" anstellen (etwa 7 Pumpenhübe). Wenn diese Anstellung erreicht ist (vergl. weiße Strichmarkierung), Handpumpengriff durch Drehen nach rechts arretieren.

Start:

Mit Starthilfe:

VI. Steigflug

Schubdüsenschalter bis 8 km Höhe auf "S". Über 8 km Höhe auf "H" schalten. Drehzahl hierbei 9500 ± U/min. Volleistungsgeschwindigkeit des besten Steigens um Va = 380 km/h.

VII. Reise- und Schnellflug

1. Schubdüsenstellungen:

  • H = normal über 8 km Höhe
  • S = normal unter 8 km Höhe
  • F = Schnellflug von 0 bis 4 km Höhe bis Va > 650 km/h.

Bei eingebauter Halbautomatik entfällt die Stellung "S" durch direkte Kupplung mit dem Leistungshebel. Achtung: wenn Va = 650 km/h unterschritten wird, Schubdüse wieder zurückschalten auf "S".

2. Betriebsdrehzahl:

Normal 9500 U/min, Veränderung des Schubes durch Drehzahländerung. Drehzahl nicht unter 6500 U/min zurücknehmen, da Triebwerk sonst ausgeht.

3. Triebwerksüberwachungsgeräte beobachten:

  • Kraftstoffdruck in Bodennähe bei 9500 U/min 50 kg/cm²
  • Abgastemperatur 400 - 600°C

Steigt Temperatur über 600°C Bedienungshebel zurücknehmen. Bei trotzdem weiter steigender Temperatur weiter drosseln und evtl. Triebwerk abstellen, besonders wenn Kraftstoff steigt und Drehzahl sinkt. Störung am Triebwerk.

4. Behälterzuschaltung:

Einspritzpumpe des Triebwerks erhält durch eine Behälterpumpe den Kraftstoff aus dem Rumpfbehälter zugeführt. Kraftstoff aus dem Tragflügel fließt in den Rumpfbehälter nach. Inhaltskontrolle des Rumpfbehälters: Vorratsanzeiger an der Flugzeugführergerätetafel. Flugzeiten überwachen, da Anzeige ungenau sein kann.

5. Durch Drosseln des Triebwerks wird an Reichweite wenig, an Flugzeit viel gewonnen.

Bordfunkanlage FuG 24:

FuG 25 a:

Schußwaffenanlage A-1:

Munition: Je Waffe 50 Schuß, reicht für 6 Feuerstöße von etwa 1 sec. Dauer. Waffen sind durchgeladen.

Schusswaffenanlage A-2:

Munition: Je Waffe 120 Schuß, reicht für 10 Feuerstöße von etwa 1 sec. Dauer.

VIII. Höhenflug

IX. Gleitflug und Landung

X. Abstellen (J 2 - Betrieb)

XI. Verhalten in Sonderfällen

A. Anlassen im Fluge. (Nur unter 4 km Höhe möglich)

B. Durchstarten

C. Notlandung

D. Fallschirmabsprung.

XII. Werkstattflug

A. Wenn Flugzeug hängt: Im Fluge bei losgelassenem Steuer Steuerknüppelausschlag und Hängen in Kugelbreiten feststellen. Am Boden Bügeln ! 1 Kugelbreite entspricht etwa 1 mm an der Hinterkante beider Querruderbügelkanten.

B. Höhenruder-Bügelkanten auf Mitte stellen. Flossentrimmung soll bei Va = 500 km/h in etwa 1000 m Höhe zwischen + 1° und + 2° stehen. 1 Trimmteilstück entspricht 1° Flossenwinkel.

C. Wenn Flugzeug dreht, Seitentrimmung im Fluge nachstellen und feststellen. Marke braucht nicht auf Mitte zu stehen. Reicht Trimmbereich nicht aus, Federkörper im Rumpfende nachstellen lassen. Bügelkanten an Seitenrudern nur dann bügeln, wenn Steuerkräfte einseitig. Bügelkanten nach links, Kräfte nach links werden größer.