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Flugzeuge imImperial War MuseumDuxford

- Das größte Flugzeugmuseum in Europa -

Die Fairey Firefly geht auf eine Forderung von 1940 für einen 2-sitzigen trägergestützten Aufklärer und Jagdbomber mit Kanonenbewaffnung zurück. Sie sollte die Nachfolgerin der 1938 georderten Fairey Fulmar werden, die der Besatzung keinerlei Panzerungsschutz bot. Die Firefly war 65 km/h schneller hatte eine gute Leistung, eine große Feuerkraft und ließ sich in der Luft wie auch an Deck leicht bedienen. Markant war der verglaste Rumpfteil hinter den Tragflächen, der eine gute Rundumsicht bot. Im Zweiten Weltkrieg war die Fairey Firefly das wichtigste trägergestützte Kampfflugzeug der Briten.

Der erste Prototyp flog 1941 mit einem Rolls-Royce Griffon-IIB-Reihenmotor mit 12 Zylindern und 1.730 Ps. Die Serienversion Firefly F.Mk I mit dem 2.018 P starken Griffon XII erschien in zwei Varianten:

  • als Jäger F.Mk I (459 Flugzeuge) und
  • als FR.MkI-Aufklärer mit dem ASH-Überwachungsradar (236).

Im März 1943 begann dann die Auslieferung an die Royal Navy, und im Oktober desselben Jahres konnten die Maschinen bereits eingesetzt werden.

Danach folgten 37 Firefly-NF.Mk-II-Nachtjäger mit längerer Nase und AI-Mk-X-Radar, die später durch Umbauten von F.Mk I zu NF.Mk I mit Radar und Auspuffverkleidungen ergänzt wurden.

Zu den hauptsächlichen Nachkriegsvarianten mit dem zweistufigen Griffon-Triebwerk, Vierblattpropeller, in die Flächen integrierten Kühlern und zwei Außenbehältern (einer für Kraftstoff, der andere für das Radargerät) zählten:

  • 160 Firefly FR.Mk 4 mit dem 1.566 kW (2.130 PS) starken Griffon 74,
  • 352 Firefly Mk 5 für bewaffnete Aufklärung (FR), für Nachtjagd (NF) und U-Jagd (AS),
  • 133 Firefly AS.Mk 6 mit britischem Radar anstelle der amerikanischen Ausrüstung und
  • 151 dreisitzige Firefly AS.Mk 7, die wieder einen Kinnkühler und die ursprünglichen Tragflächen hatten.

Zahlreiche Firefly wurden zu Trainern (TMk 5 und 7), Zielschleppflugzeugen und ferngesteuerten Flugzielen (U.Mk 8 und 9) umgebaut. Insgesamt blieb dieser Typ 13 Jahre lang im Dienst.

Technische Daten: F Mk.1

Länge 11,47 m
Spannweite 13,57 m
Höhe 3,98 m
Antrieb 1 Rolls-Royce Griffon II B V-12
Leistung 1.730 Ps
Zylinder 12
Höchstgeschwindigkeit ca. 510 km/h in 4.300 m
Normale Reichweite ca. 1.720 km
Besatzung 2 Mann
Dienstgipfelhöhe 8.540 m
Gesamtgewicht 6.450 kg
Bewaffnung Vier 20 mm-Kanonen
. zwei 454 kg Bombe oder
. acht 27 kg Raketen