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Flugzeuge imImperial War MuseumDuxford

- Das größte Flugzeugmuseum in Europa -

Obwohl sich die Airspeed AS.57 Ambassador bei den Passagieren großer Beliebtheit erfreute, erreichte sie nur eine geringe Verbreitung. Der Entwurf der Ambassador ging auf den Vorschlag des Brabazon-Komitees zurück, welcher ein zweimotoriges Kurzstrecken-Verkehrsflugzeug für den Einsatz zwischen Großbritannien und Westeuropa vorsah. Die im Jahre 1943 gegründete Brabazon-Kommission sollte untersuchen, wie die Zukunft der englischen zivilen Luftfahrt nach dem Ende des 2. Weltkrieges aussehen werde.

Markant ist das 3-teilige Leitwerk. Das Fahrwerk wurde in die Motorummantelung eingefahren. Die Passagierkabine war für die Beförderung von maximal 50 bis 60 Fluggästen ausgelegt. Da das Flugzeug als Hochdecker ausgelegt war, hatten die Passagiere eine gute Sicht aus den groß dimensionierten, rechteckigen Fenstern.

Das Flugzeugmuster zeichnete sich durch extreme Wartungsfreundlichkeit aus, da bei Arbeiten an den Triebwerken die Motorverkleidungen nach allen Seiten aufgeklappt werden konnten. Außerdem konnten auch die kompletten Triebwerke samt der zugehörigen Aggregate als Einheit ausgetauscht werden. Die Ambassador zeichnete sich ferner durch gute Kurzstarteigenschaften und überdurchschnittliche Flugleistungen mit einem ausgefallenen Triebwerk aus. Der für die Zulassung relevante Prototyp war mit den für die Serienversion vorgesehenen Centaurus 611-Triebwerken ausgerüstet.

Dieses Flugzeug, das im Mai 1950 seinen Erstflug ausgeführt hatte, wurde von der BEA versuchsweise auf ihrem Streckennetz eingesetzt. Mit einem Auftrag für zwanzig AS.57 bestellte die BEA ihr letztes Verkehrsflugzeugmuster mit Kolbenmotorantrieb. Die erste für die Fluggesellschaft vorgesehene Maschine absolvierte ihren Erstflug im Januar 1951. Die Verkehrszulassung erhielt die Maschine dann im August 1951. Am 13. März 1952 stellte die BEA den neuen Flugzeugtyp auf ihrem Streckennetz in Dienst. Es zeigte sich schnell, dass die AS.57 besonders auf Kurzstrecken die niedrigsten Betriebskosten aller Flugzeugtypen in der BEA-Flotte verursachte.

Dennoch wurde die AS.57 nach nur knapp 6-jährigen Dienstzeit von dem fortschrittlicheren Turboprop-Muster Vickers Viscount abgelöst. Im Juli 1958 war der letzte Linienflug. Neben der BEA fand sich für die AS.57 kein weiterer Käufer, weswegen die Produktion nach Ablieferung der 20. Maschine an die BEA eingestellt wurde.

Technische Daten: Erstflug: 1950

Antrieb 2 x Bristol Centaurus 661
Art Sternmotoren
Zylinder 18
Leistung je 2.625 Ps
Reisegeschwindigkeit 415 km/h
Gipfelhöhe 7.600 m
Reichweite 2.200 km
Spannweite 35,05 m
Länge 25,05 m
Höhe 5,60 m
max. Startgewicht 23.814 kg
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