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Technische Daten:

Länge 2,18 m
Durchmesser 40,6 cm
Gewicht 204 kg
Wellenlänge 3,8 - 4,8 Macron
Sensorauflösung 256 x 256 Pixel
Sehfeld, variabel 18 x 24; 4,5 x 4,5; 1,5 x 1,5 Grad
Blickfeld vertikal +45 / -150 Grad
. horizontal +/- 450 Grad
Sehfeld TV-Kamera 3,5 x 3,5; 1 x 1 Grad
Laserleistung 100 mJ gepulst
Laser Spot Tracker Sehfeld 2 Grad
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Beschreibung:

Weil zur Bewaffnung des Tornados der Luftwaffe und Marineflieger lasergelenkte Präzisionsbomben des Typs GBU-24 Paveway III u.a. beschafft wurden, war auch ein entsprechender Zielbeleuchtungs-Behälter erforderlich. Die Bundeswehr entschied sich dabei für den LITENING II der israelischen Firma Rafael, wobei auch die deutsche Firma Zeiss beteiligt ist.

Der Zielbeleuchter LDP ermöglicht die Entdeckung, Identifizierung und Laser- Beleuchtung von Zielen am Boden und auf See (LDP = Laser Designator Pod)

  • als Tag- und Nachtsichtgerät
  • zur Zielerfassung
  • zur automatischen Zielverfolgung
  • zur Zielbeleuchtung
  • zur Zielpunkterkennung
  • zur Entfernungsbestimmung zum Ziel

Vorne befindet sich der Sensorkopf, welcher mit FLIR-Wärmebildsensor, TV-Kamera und Laser ausgerüstet ist. Dieser Sensorkopf ist drehbar gelagert. Er arbeitet mit einer Wellenlänge von 3,8 - 4,8 Micron und bietet eine Auflösung von 256x256 Pixel. Das Sehfeld reicht wahlweise von 18x24, 4,5x4,5 oder 1,5x1,5 Grad. Die TV-Kamera deckt ein Gebiet von 3,5x3,5 oder 1x1 Grad ab.

Der Laserstrahl wird zur eigentlichen Zielbeleuchtung benötigt. Der Operator markiert damit die identfizierten Zielobjekte. Die anschließend abgeworfene Lasergelenkte Bombe (LGB), z.B. GBU-24, sucht sich dann über die Reflexionen des Laserstrahls sein Ziel. Daneben ist noch ein sog. “Laser Spot Tracker” installiert. Dieser sucht Laserstrahlen, mit denen z.B. Bodentruppen schon Ziele markiert haben und leitet sie entsprechend weiter.

Hinter dem Sensorkopf befindet sich die notwendige Elektronik zur Auswertung der Informationen der Sensoren. Weiterhin ist dort auch die Schnittstelle für die Datenübertragung an das Flugzeug sowie die Energieversorgung untergebracht. Ferner befindet sich im hinteren Teil eine Klimaanlage, da inbesondere der Infrarot-Bildsensor gekühlt werden muss.

Die meisten Zielbeleuchter sind auch mit einem GPS-Empfänger ausgestatet und lassen sich somit zur Navigation nutzen. Diese so gewonnenen Daten können weiter verarbeitet und von anderen Einheiten genutzt werden.