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Verkehrsflugzeuge

vom Flugplatz Tegel

- Passagierflugzeuge und Frachtflugzeuge -

Die Variante Airbus A-320-200 zählt zur A320-Familie. Aufbauend auf der A320 wurde in den 1990er-Jahren relativ schnell eine komplette Flugzeugfamilie entwickelt, in der sich alle Versionen die gleichen Grundelemente teilen, jedoch verschiedene Rumpflängen und Passagierkapazitäten aufweisen. Die Endziffern der Typenbezeichnungen wurden aufsteigend analog zur Rumpflänge gewählt. Die A318 ist also das Flugzeug mit dem kürzesten und die A321 das mit dem längsten Rumpf. Alle Versionen können auch Langstreckenflüge über unbewohntem Gebiet durchführen.

Bereits kurz nach der Einführung der A320-100 wurde also diese Version bereits wieder eingestellt und durch die 200er-Variante ersetzt. Gegenüber der A320-100 verfügt die A320-200 über so genannte Wingtip Fences oder Winglets, eine größere Reichweite und ein höheres maximales Abfluggewicht. Die 200er Version wurde mit den CFM 56-Triebwerken im November 1988 zertifiziert. Der Erstflug einer A320-200 mit IAE V2500-Triebwerken fand am 28. Juli 1988 statt

Technische Daten:

Flugzeugname A320-100 A320-200
Spannweite 33,91 m 34,09 m
Länge 36,83 m 37,58 m
Höhe 11,91 m 12,14 m
Leitwerk (Spannweite) . 12,45 m
Rumpfdurchmesser 3,96 m 3,96 m
Kabinenlänge 27,51 m 27,51 m
Max. Kabinenbreite 3,70 m 3,70 m
Max. Kabinenhöhe 2,22 m 2,22 m
Flügelfläche 122,4 m² 122,6 m²
Flügelpfeilung 24,96 Grad 24,96 Grad
Flächenbelastung 555 kg/m² 628 kg/m
Fahrwerk (Spur) 7,59 m 7,59 m
Fahrwerk (Radstand) . 12.64m
Max. Tankkapazität 15.840 Liter 23.860 Liter
Max. Startgewicht 66.000 kg 71.500 kg
Max. Landegewicht ca. 63.000 kg 64.500 kg
Einsatz-Leergewicht 39.670 kg 44.040 kg
Max. Reisegeschwindigk. 0.80Mach 0.80 Mach
Wirtschaftl. Geschwindigk. 830 km/h 830 km/h
Startgeschwindigkeit ca. 280 km/h ca. 280 km/h
Landegeschwindigkeit ca. 220 km/h ca. 220 km/h
Min. Fluggeschwindigkeit ca. 190 km/h ca. 195 km/h
Startrollstrecke ca. 1.700 m 1ca. 1.900 m
Landerollstrecke 1.450 m 1.450 m
Max. Flughöhe 11.880 m 11.880 m
Max. Passagiere 179 164
Frachtvolumen (Bulk) 5,90 m³ 5,90 m³
Frachtvol. (Unterflur, ges.) . 37,42 m³
Besatzung 2/5 2/4
Triebwerke V2500-A1 CFM56-5B4/P
optional CFM56-5A1 V2527-A5
. . CFM56-5A1
Triebwerksanzahl 2 2
Schubkraft 11.565 kp 12.020 kp
Verbrauch 2.975 l/h 3.200 l/h

Technische Beschreibung des A 320:

Beim Besuch im Cockpit fällt der "sidestick" auf, mit dem der Pilot das Flugzeug elektronisch steuert, gewissermaßen "aus dem Handgelenk". Diese Fly-by-wire-Technologie kam bei der A-320 erstmalig zum Einsatz.

Der A320 ist ein Tiefdecker mit zwei unter den Flügeln aufgehängten Triebwerken. Auch der A320 wird einen kleinen, hochbelastbaren Flügel mit hoher Streckung aufweisen. Sein Zwei-Mann-Cockpit soll für Allwetter-Landungen der Kategorie IIIb zugelassen werden und weist eine neue Art der Steuerung auf. Leitwerke, Querruder, Spoiler und Trimmung, Vorflügel wie auch Klappen werden elektrisch betätigt.

Das automatische Flugsystem des A320 wird mit Hilfe des neuartigen Sidesticks gesteuert, der ein völlig neues Merkmal von Zivilflugzeugen darstellt. Er befindet sich auf der Seitenkonsole. Durch Betätigung des Sidesticks gibt der Pilot elektronische Daten in die Computer des Flugsystems ein, die einen wirtschaftlichen und sicheren Flug gewährleisten. Wird der Sidestick beispielsweise ganz nach hinten gezogen, geht der A320 automatisch in den Steigflug mit voller Schubkraft und Höchstauftrieb über, wobei ein “Überziehen” autom. verhindert wird. Man bezeichnet dies auch als "Fly-by-wire".

Zur Gewichtseinsparung wird beim A320 in umfangreichem Maße von Verbundwerkstoffen aus Kunstharzen und Verstärkungen aus Kohle- oder Kevlar-Fasern Gebrauch gemacht.

Der A320 ist das erste vollkommen computerisierte Passagierflugzeug. Die fortschrittliche Systemtechnologie wird beim Anblick des Flugdecks sofort deutlich. Große Displays geben den Piloten umfangreichere Informationen als die herkömmlichen Instrumente. Die Daten werden automatisch oder manuell entsprechend der Flugphase oder den Umständen angezeigt oder abgerufen. Ein zentralisiertes Betriebsstörungsdisplay überwacht ständig die Flugzeugsysteme, indem es Diagnosedaten sammelt. Eventuell auftretende Probleme werden automatisch im Cockpit angezeigt. Ein Zugriff auf die Daten ist auch nach dem Flug möglich. Außerdem können sie an die Bodenstation gesendet werden.