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Messerschmitt Bf 109 G-10: einsitziges deutsches Jagdflugzeug der 1930er und 1940er Jahre

Messerschmitt Bf 109 G-10: einsitziges deutsches Jagdflugzeug der 1930er und 1940er Jahre

Die Messerschmitt Bf 109 G-10 war damals das wichtigste Jagdflugzeug der deutschen Luftwaffe, von dem von 1937 bis 1945 etwa 35.000 Stück gebaut wurden, - mehr als von jedem anderen Jäger im Zweiten Weltkrieg. Die Messerschmitt Bf 109 war ein einholmiger freitragender Tiefdecker mit einem am Rumpf angelenkten Einziehfahrwerk. Das Flugzeug sollte den problemlosen Transport des Rumpfes nach Abmontieren der Flügel auf einem Wagen ermöglichen. Der Rumpf wurde in Halbschalenbauweise gefertigt und war mit geschlossener Kabine versehen. Die Tragflächen besaßen automatische Vorflügel und Spaltlandeklappen. Als Triebwerk war ein Reihenmotor, entweder von Junkers oder Daimler Benz, vorgesehen. Beide Motoren befanden sich Mitte der 1930er Jahre jedoch noch im Entwicklungsstadium. Der erste Prototyp hob daher zunächst mit einem englischen Rolls-Royce Kestrel V Triebwerk mit 695 PS im Mai 1935 ab.

Messerschmitt Bf 109 G-10: neue Generation von Tiefdecker-Jagdflugzeug mit geschlossener Pilotenkanzel, Einziehfahrwerk und Ganzmetallkonstruktion von Rumpf und Tragflächen

Technische Daten: Bf 109 G-10

Kenngröße

Daten

Länge

8,95 m

Flügelspannweite

9,97 m

Flügelfläche

16,4 m²

Höhe

2,60 m

Antrieb

Ein Daimler-Benz 12-Zylinder-V-Motor DB 605 mit maximal 1055 kW (1435 PS)
durch Methanol/Wasser-Einspritzung (MW 50) für kurze Zeit 1324 kW (1800 PS)

Höchstgeschwindigkeit

685 km/h in 7400 m Höhe

Steigzeit auf 3000 m;

2:54 min

Reichweite

560 km

Besatzung

1 Mann

Dienstgipfelhöhe

12.500 m

Leergewicht

1970 kg

Fluggewicht

3500 kg

Bewaffnung

Zwei 13 mm-MG MG 131 (je 300 Schuss) und eine 20 mm-MK MG 151/20 (150-200 Schuss) durch die Propellernabe feuernd. Dazu verschiedene Rüstsätze für Unterflügelrohrwaffen (MG 151/20, MK 108), Raketen und Bombenträger (50, 250, oder 500kg Bomben)

Messerschmitt Bf 109 G-6 Messerschmitt Bf 109 Messerschmitt Bf 109 Messerschmitt Bf 109 Messerschmitt Bf 109

Technische Kurzbeschreibung:

  • Rumpf:
    Ganzmetall-Schalenbauweise mit ovalem Querschnitt - spätere Versionen mit Druckkabine -
  • Tragwerk:
    Freitragender Tiefdecker in Ganzmetallbauweise mit einem Holm - zweiteiliger Flügel mit Landeklappen und automatischen Vorflügeln -
  • Leitwerk:
    Normalbauweise in Metall - Ruder stoffbespannt und aerodynamisch ausgeglichen -
  • Fahrwerk:
    Hydraulisch nach außen in die Tragflügel einziehbares Hauptfahrwerk - steuerbares Spornrad - hydraulische Bremsen -
Messerschmitt Bf 109: einsitziges deutsches Jagdflugzeug der 1930er und 1940er Jahre

Beschreibung:

Mittelmotorkanone MK 108 Maschinengewehr MG 151/20 Maschinengewehr MG 131/13

Der Entwurf der Messerschmitt Bf-109 geht auf das Jahr 1934 zurück. Der Prototyp flog 1935. Den internationalen Trend mitbestimmend wurde das Jagdflugzeug als ein freitragender Ganzmetalldecker mit einziehbarem Fahrwerk ausgelegt.

Im spanischen Bürgerkrieg erhielten die ersten Serienflugzeuge bei der “Legion Condor” ihre Feuertaufe. Die gesammelten Erfahrungen schlugen sich in der Bf-109 E nieder, die bis 1941 das Gros der deutschen Jagdverbände bildete. Verluste in der Luftschlacht um England beschleunigten die Einführung eines leistungsstärkeren Nachfolgemusters. Ab Ende 1942 wurde die Bf-109 F vom schwerer bewaffneten G-Modell abgelöst. Die deutschen Jagdgeschwader in der UdSSR und Afrika erhielten dieses als erste. Obwohl ab 1944 von leistungsstärkeren Flugzeugen überholt, blieb die Bf-109 bis zum Kriegsende im Einsatz.

1943 wählte Spanien die Bf-109 G zur Lizenzproduktion aus und baute bis 1951 etwa 150 Zellen durch Firma CASA. Da die bestellten Daimler-Benz-Triebwerke Spanien wegen der Kriegswirren niemals erreichten, ersetzte man sie 1953 durch Motoren von Rolls Royce (Bf-109 G-2). Zu diesem Zeitpunkt als reiner Jäger veraltet, wurde sie zum Jagdbomber umgerüstet. 1957 flog die spanische Luftwaffe in den afrikanischen Kolonien Einsätze. Ende 1963 wurden die letzten Einheiten der Bf-109 aufgelöst. 

Messerschmitt Bf 109: neue Generation von Tiefdecker-Jagdflugzeug mit geschlossener Pilotenkanzel, Einziehfahrwerk und Ganzmetallkonstruktion von Rumpf und Tragflächen

Geschichte der Entwicklung der Bf 109:

1934 vergab das Reichsluftfahrtministerium Aufträge zur Entwicklung des Prototyps eines einsitzigen Jagdflugzeuges an die Firmen Arado ("Ar 80 V-1"), Heinkel ("He 112 V-1") und Focke-Wulf (Fw 159 V-1"). Messerschmitt verwendete zur Konstruktion die Erfahrungen, die durch die "Bf 108" gesammelt worden waren. Man optimierte bei Messerschmitt die Flugzeugzelle, reduzierte ihr Gewicht und versah sie mit dem stärksten Motor, der zu jener Zeit verfügbar war. Weil Motoren der Firmen Junkers und Daimler-Benz noch im Entwicklungsstadium waren, mußte man auf einen aus England stammenden Rolls-Royce mit ca. 695 PS zurückgreifen. Zu dieser Zeit bestanden noch Handelsbeziehungen zu England.

Die ersten Flugerprobungen der noch unbewaffneten "Bf 109 V-1” fanden 1935 statt. Messerschmitt baute parallel dazu an weiteren Verbesserungen, die mit deutschen Motoren "Jumo 210" der Firma Junkers ausgerüstet waren. Deren Zylinder waren in hängender V-Anordnung konstruiert. Die Tragflächen waren mit große Landeklappen ausgestattet, um die Langsamflugeigenschaften zu verbessern, ferner mit großen Querrudern, um die Manovrierfähigkeit zu optimierten. Bei der Grundkonstruktion handelt es sich um einen freitragenden Tiefdecker mit einholmigen Tragflügeln, die heute noch bei Flugzeugen aktuell sind. Die "Bf 109" war das erste Jagdflugzeug der Luftwaffe mit Einziehfahrwerk und das erste Ganzmetalljagdflugzeug der Welt. Die Ergebnisse waren gegenüber den Mitbewerbern so überragend, dass Messerschmitt den Zuschlag bekam.

Erst bei der "V-3", die als Muster für die Serienfertigung der "Bf 109 A" dienen sollte, wurden zwei MG 17 eingebaut. Bei der "Me 109 V-4" wurde ein drittes MG eingebaut, welches durch die hohle Propellernabe aus dem Motor feuerte. Ferner wurde dann der neue "Jumo 210 B" Motor eingebaut, später kam der stärkere "Jumo 210 D" zum Einbau und dann der "Jumo 210 E" bei der "Bf 109 B-2" mit 670 PS. 

Diese "B-2" Maschinen waren auch die ersten "Me 109", die 1937 im Kampfeinsatz bei der "Legion Condor" im spanischen Bürgerkrieg zur Unterstützung des Faschisten Franco eingesetzt wurden.

Im laufe der Zeit wurden weitere Verbesserungen am Korpus, den Tragflächen und vor allem der Bewaffnung vorgenommen, bis der neue leistungsstärkere "DB 601" Motor zur Verfügung stand. Heraus kam die Bf 109 E mit einem 1.100 PS starken Motor, die sich ansonsten lediglich in der Bewaffnung von den Vormustern unterschied..

Weitere Verbesserung brachte der noch stärkere Motor "DB 601 E-1", dessen Einbau zur "Bf 109 E-1" Serienmaschine führte, die aber Probleme bei den Tests verursachte. Daraus entwickelte man die F-Serie. Äußerlich unterschied sich die "Bf 109 F" von der E-Serie durch viele aerodynamische Verbesserungen am Höhenleitwerk, dem strömungsgünstigeren Frontbereich, dem Klappensystem und der erhöhten Spannweite. Auch weitere MG´s wurden in den Tragflächen eingebaut und Aufhängungen für Bomben und einfache Raketen geschaffen.

Die meistproduzierte Variante war die “Bf 109 G”, die im Frühjahr 1942 entstand und mit dem jetzt zur Verfügung stehenden leistungsstärkeren Motor "DB 605" ausgestattet wurde. Es entstanden mehrer Versionen, u. a. die “Bf 109 G-5 mit stärkerer Bewaffnung. Die Version "Bf 109 G-6", die die größte Zahl aller produzierten Me 109 ausmachte, bekam dann zwei MG 131 über dem Motorblock, ein MK 108, das durch die Propellernabe feuerte und je ein MG 151/20 in jedem Flügel.

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden noch zahlreiche "Me 109" gebaut. Zum Beispiel in der CSSR die Avia-C 210 und in Spanien eine Version der "Bf 109 G-2", die "H.A 1112", die von der “Spanische Flugzeugwerke, Sevilla” und “CASA” produziert wurde (siehe Luftwaffenmuseum). Noch lange nach dem Krieg blieb die "Me 109" im Einsatz.

Verwendete Motoren bei der Bf 109:  (u.a.)

Rolls-Royce Kestrel (695 PS) - Jumo 210 (A bis D) - Jumo 210 E (670 Ps) - DB 600 (800 Ps) - DB 601 (1.175 Ps bis 1.350 Ps ) - DB 603 (1.750 Ps) - DB 601 - DB 605 A (1.475 Ps) - Rolls Royce Merlin (1.600 Ps)

Messerschmitt Bf 109 G-10: deutsches Jagdflugzeug des Zweiten Weltkriegs
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Original-Handbuch Bf 109 G-8:  Nahaufklärer

Genehmigung vom “Reichsminister der Luftfahrt” vom November 1943
(Auszüge)

I. Kennzeichen der Bauausführung:
A. Allgemeines

Flugzeuge der Baureihe Bf 109 G-8 werden als Nahaufklärer eingesetzt und können wahlweise für erhöhte Reichweite bzw. mit Abwurfwaffe unter clem Rumpf ausgerüstet werden.

Die Baureihe G-8 weist gegenüber der Baureihe G-6 folgende Abweichungen auf:

Rumpfwerk:
Die Rumpfspanten 5 und 6 wurden zwecks Aufnahme der Bildgeräterahmen durch Querträger verstärkt. Ferner sind in den Rumpfboden zwei Sichtöffnungen für die Bildgeräte eingeschnitten.

Tragwerk:
In der linken Flügelnase ist ein kreisförmiger Ausschnitt für den Lichtstrahl der Kleinbildkammer Robot II eingebaut.

B. Konstruktionsform:
1. Allgemeines

Freitragender einmotoriger Tiefdecker in Ganzmetallbauweise ausgeführt.

Abmessungen (s. Anlage 1):

  • Spannweite 9,924 m
  • Länge über alles . 8,94 m
  • Größte Höhe in Spornlage 2,5 . m
  • Spurweite . . . . 2,062 m.

2. Rumpfwerk

Der Rumpf hat elliptischen Querschnitt und ist in Schalenbauweise ausgeführt. Zur Erzielung einer glatten Außenfläche ist Versenknietung angewandt. Die aus plattiertem Duralblech bestehende Beplankung nimmt die Biege- -und Verdrehungskräfte auf. Zur Versteifung dienen angebördelte Spanten und Profile.

Der Rumpf wird in Motorraum, Führerraum und Rumpfende unterteilt. Am Rumpfende ist der Leitwerkstrüger angeordnet.

Anordnung von Panzerplatten zum Schutz von Flugzeugführer und Kraftstoffbehälter gegen Beschuß von hinten.

3. Fahrwerk

Das Fahrwerk besteht aus zwei freitragenden, seitlich in die Tragfläche einschwenkbaren Federbeinen und einem nicht einziehbaren Sporn. Die Betätigung des Fahrwerks erfolgt durch Drucköl. Bei Versagen der Druckölanlage kann das Fahrwerk durch Notbetätigung von Hand ausgefahren werden.

4. Leitwerk

Das Leitwerk besteht aus Höhen- und Seitenleitwerk sowie zwei Querrudern. Die Höhenflosse ist freitragend und vom Führerraum aus verstellbar. Höhen- und Seitenflosse sind auf dem Leitwerksträger befestigt.

Zum Ausgleich des Luftschraubendrehmomentes ist das Profil der Seitenflosse unsymmetrisch ausgeführt. Höhen- und Seitenflosse sind beplankt; Höhen-, Seiten- und Querruder mit Stoff bespannt.

5. Steuerwerk

Höhen- und Quersteuerung werden durch Handkraft (Steuerknüppel), Seitensteuerung durch Fußkraft (Fußhebel) betätigt. Zur übertragung der Steuerkräfte werden Stoßstangen sowie Drahtzüge verwendet, die an den Durchtrittsstellen aus dem Rumpf gelagert sind. Die Übertragungshebel sind kugelgelagert und sämtliche Gelenkteile der Steuerung sind elektrisch überbrückt.

6. Tragwerk

Das freitragende Tragwerk ist in Ganzmetallbauweise ausgeführt und besteht aus zwei Tragflächenhälften, die mit je drei Anschlüssen am Rumpf befestigt sind. Als Landehilfe wirkende Kühlerklappen, mit Landeklappen gekuppelt. Vorflügel.

7. Triebwerk

a. Motor:
Der DB 605-Motor ist ein flüssigkeitsgekühlter Einspritzmotor mit je zwei Zylinderblöcken zu je sechs Zylindern, die in V-Form unter 60° hängend angeordnet sind.

  • Luftschraubenuntersetzung DB 605A 1:1,685.
  • Drehsinn der Kurbelwelle links
  • Drehsinn der Luftschraubenwelle rechts 
  • Leistungsangaben für DB 605A s. Motor-Handbuch.

b. Luftschraube:
Dreiflügelige VDM-Verstell-Luftschraube mit elektro-mechanischer Verstellautomatik.

c. Kraftstoffanlage:
Ein SG-Kraftstoffbehälter ist im Rumpf unter und hinter dem Führersitz angeordnet. Fassungsvermögen 400 Liter.

Zur Vergrößerung der Reichweite (Rüstsatz 3) kann wahlweise ein unter dem Rumpf. hängender, abwerfbarer, mit 300 Ltr. Kraftstoff auffüllbarer Zusatzbehälter angebaut werden.

Kraftstoffentnahme aus dem Hauptbehälter. Nachfüllen des Hauptbehälters aus Zusatzbehälter durch Ladedruck.

d. Schmierstoffanlage:
Ein Schmierstoff-Ringbehälter ist an Motorstirnseite angeordnet und mit 36,8 Ltr. Schmierstoff (+ 6 Ltr. Luftraum) auffüllbar.

Schmierstoffkühler in unterer Triebwerkshaube. Automatische Kühlerklappenbetätigung mittels Drucköl über Thermostat. Anlage ist mit Kaltstartanlage versehen.

e. Kühlstoffanlage:
Je ein Kühlstoff-Ausgleichsbehälter am linken und rechten Motorträger. Je ein Kühlstoffkühler unter der linken und rechten Tragfläche. Automatische Kühlerklappenbetätigung mittels Drucköl über Thermostat.

Abschaltung der Kühlstoffkühler vom Kühlstoffkreislauf mittels Abschaltventilen bei Beschädigungen ist möglich.

Kühlerklappen mit Landeklappen gekuppelt.

f. Triebwerksbedienung:
Triebwerksbedienung über Gestänge und Seilzüge, die an den Durchtrittsstellen durch die Kabine gelagert sind.

g. Winterstarthilfe:
Erhöhung der Startbereitschaft bei polarem Klima durch Azetylenanlage, Zündzeitpunktverstellung und Schmierstoffkühlerabdeckung.

8. Ausrüstung

a. Allgemeine Ausrüstung:
An Geräten der allgemeinen Ausrüstung sind Flugüberwachungs- und Navigationsgeräte, Triebwerküberwachungs- und Sicherheitsgeräte eingebaut. Die Anzeigegeräte sind größtenteils auf dem Gerätebrett angeordnet.

Führerausrüstung: Sitzfallschirm und Seenotausrüstung. Höhenatmeranlage, bestehend aus einem umsteuerbaren Höhenatmer und vier Sauerstoff-Kugelflaschen.

b. Elektrische Anlage:

  • 1 Stromerzeuger von 1000 Watt bei 24 Vo!t Netzspannung.
  • 1 Sammler 7,5 Amperestunden.
  • Ferntrennschalter trennt Sammler vom Bordnetz.

Elektrisch werden betätigt:

  • a. Verstell-Luftschraube
  • b. Anzeigevorrichtungen -
  • c. Kraftstoffbehälterpumpe
  • d. Schußwaffenanlage und zusätzliche Abwurfwaffenanlage
  • e. Lichtbildgeräte

c. Druckölanlage:
Durch Drucköl werden betätigt:

  • a. Fahrwerk
  • b. Schmierstofkühlerklappen
  • c. Kühlstoffkühlerklappen.

d. Bordfunkanlage:
Die Bordfunkausrüstung umfaßt die Bordfunkgerätesätze FuG 17 und FuG 25a sowie eine Peilrufanlage (Rüstsatz 7). FuG 17 wird abgelöst durch FuG 16 ZS.

e. Schußwaffenanlage:
Diese Baureihe ist mit zwei durch den Luftschraubenkreis schießenden MG 131 sowie einem durch die Luftschraubenwelle schießenden MG 151/20 ausgerüstet.

Als Rüstsatz ist der Anbau von je einem MG 151/20 unter der linken bzw. rechten Tragfläche (Flächengondelbewaffnungen) möglich.

f. Lichtbildanlage:
Es sind eingebaut:

  • a. Eine Kleinbildkammer Robot II in der linken Flügelnase.
  • b. Zwei Reihenbildner Rb 12,5/7x9 (wahlweise ein Rb 32/7x9) im Rumpfende zwischen Spant 5 und 6.

g. Abwurfwaffenanlage:
An Stelle des Kraftstoff-Zusatzbehälters unter dem Rumpf kann ein wahlweiser Anbau von

  • 1 ETC 500/IX b oder
  • 4 ETC 50/VIII d

erfolgen. Die Beladung erfolgt mit

  • 1 x SC 250 kg Bombe bzw.
  • 1 x SD 250 kg Bombe bzw.
  • 4 x SC 50 kg Bombe.

h. Tropenausrüstung:
Für den Einsatz in den Tropen kann das Flugzeug zusätzlich mit einer Tropenausrüstung ausgestattet werden.

i. Rüstsätze:
Wahlweise Anbaumöglichkeit nachstehender Rüstsätze unter Rumpf ist möglich:

  • Rüstsatz 1: Abwurfwaffe 1 ETC 500/IX b oder
  • Rüstsatz 2: Abwurfwaffe 4 ETC 50/VIII d oder
  • Rüstsatz 3: 300 Ltr.-Kraftstoff-Zusatzbehälter
  • Rüstsatz 6: 2 Flächengondeln mit je 1 MG 151/20.

II. Leistungen:

Siehe Kennblatt und Reichweitentabelle Bf 109 G-6.

III. Festigkeit und Flugbegrenzungen:

Das Flugzeug genügt den Bau- und Festigkeitsvorschriften des DLA vom Dezember 1936 sowie den Sonderlastannahmen hierzu. Es ist bestimmt für die Verwendungsgruppe H und entspricht den Anforderungen der Beanspruchungsgruppe 5 und 4 je nach Beladung.

Höchstzulässige Geschwindigkeiten:

  • Flug bei voll angestellten Landeklappen = 250 km/h
  • Flug mit ausgefahrenem Fahrwerk = 350 km/h
  • Sturzflug = 750 km/h.

 IV. Gewichte:

Siehe Ladeplan.

V. Schutzanstrich:

Der Schutzanstrich erfolgt nach der Oberflächenschutzliste 8 Os 109 F und S unter Verwendung von in der L. Dv. 521/1 angegebenen Flieglacken.

VI. Beförderungsmöglichkeit:

Für die Beförderung kann das Flugzeug auf einem Lastwagen mit Anhänger, für den Eisenbahntransport auf einem 10 m Rungenwagen verladen werden.

VII. Bordfunkanlage:

Die Bordfunkanlage umfaßt:

Funkgerätesatz FuG 16 ZY bestehend aus einem Geräteblock mit Sender S 16 Z, Empfänger E 16 ZY, Bediengerät BG 16 ZY, Fernantrieben und Zielflugvorsatz ZVG 16 (im Rumpfende angeordnet).

 

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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