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Lockheed F-94C Starfire: Abfangjäger mit 24 kreisförmig angeordneten Raketenstartrohren in der Nasenspitze

Lockheed F-94C Starfire: Der Abfangjäger wurden von der Lockheed P-80 Shooting Star entwickelt

Die Lockheed F-94 Starfire ist eine Weiterentwicklung der Lockheed F-80 Shooting Star und wurde speziell für den Einsatz als Allwetter-Abfangjäger und Nachtjäger konzipiert. Übernommen wurden Tragwerk, Fahrwerk, Leitwerk und Elemente des Rumpfes. Zum Auffinden feindlicher Flugzeuge bei Nacht oder bei schlechtem Wetter verfügte die F-94 über ein Radar in der verlängerten Nase. Unmittelbar dahinter befanden sich bei der Version F-94C 24 Raketenstartrohre kreisförmig in der Nasenspitze. Weitere 12 Startrohre waren in Behältern in den Tragflächen montiert. An den Flügelenden waren Zusatztanks angebracht. Die Lufteinläufe des Triebwerks befanden sich seitlich in den Flügelwurzeln. Das Leitwerk war konventionell ausgelegt, die Cockpithaube aufgesetzt. Im Gegensatz zur F-80 war die F-94 zweisitzig ausgelegt, da zusätzlich zum Piloten ein Radarbeobachter benötigt wurde.

Als die UdSSR 1949 ihre erste Atombombe zündete, erkannte man in der USA, dass keine Abwehr gegen anfliegende feindliche Bomber zur Verfügung stand. Daraufhin wurden die Programme für verschiedene Abfangjäger, wie die North American F-86D „Sabre Dog“, die Northrop F-89 „Scorpion“ und die Lockheed F-94 „Starfire“, forciert.

Bei der F-94 A wurde die Zelle des Trainers T-33 mit zusätzlicher Radarausrüstung im Bug und Sichtgerät in der zweiten Kabine ausgestattet. Diese Version hatte 4 Maschinenkanonen im Bug. Diese erste Serienversion war mit einem Allison-J33-Triebwerk ausgestattet. Der Erstflug erfolgte Ende 1949.

Die F-94 B verfügte über weiterentwickelte Elektronik und Tragflügeltanks.

Die F-94 C hatte ein stärkeres Triebwerk und einen längeren Rumpf. Ferner befand sich ein ringförmiger Raketenbehälter für 24 ungelenkte Raketen im Bug. Das Cockpit war mit verbesserter Elektronik ausgestattet und hatte Autopilotsteuerung.

Lockheed F-94C Starfire: Abfangjäger der USA

Technische Kurzbeschreibung:

  • Rumpf: Ganzmetall-Halbschalenbauweise - Funkmeßantenne in der Bugspitze - Lufteinläufe seitlich des Rumpfes - aufgesetzte Kabine - Sitze in Tandemanordnung.
  • Tragwerk: freitragender Tiefdecker in Ganzmetallbauweise - Flügelendzusatztanks an den Enden.
  • Leitwerk: Normalbauweise - hinter dem Leitwerk Bremsschirm.
  • Fahrwerk: einziehbar - steuerbares Bugrad.

Technische Daten: F-94C Starfire

  • Typ: zweisitziger Allwetter-Abfangjäger
  • Besatzung: zwei
  • Spannweite: 12,93 m
  • Länge: 13,56 m
  • Höhe: 4,55 m
  • Tragflügelfläche: 31,40 m²
  • Leernmasse: 5.761 kg
  • max. Startmasse: 10.977 kg
  • Triebwerk: Turbojet Pratt & Whitney J48-P-5
  • Leistung: 2.880 kp ohne Nachbrenner
               3.969 kp mit Nachbrenner
  • Geschwindigkeit: 1.030 km/h in Bodennähe
  • Steiggeschwindigkeit: 40,5 m/s
  • Dienstgipfelhöhe 15.660 m
  • Reichweite: 1.930 km
  • Bewaffnung: 2 x AIR-2A Genie Luft-Luft-Raketen
                  4 x AIM-4C Falcon missiles
                  24 Luft-Luft-Raketen im Bug
Lockheed F-94 Starfire: Der Abfangjäger wurden von der Lockheed P-80 Shooting Star entwickelt
Lockheed F-94C Starfire: Abfangjäger mit 24 kreisförmig angeordneten Raketenstartrohren in der Nasenspitze
Lockheed F-94C Cockpitansicht
Lockheed F-94C

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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