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Lockheed F-117 Nighthawk: Tarnkappenflugzeug der USA ab 1983 (Stealth Flugzeug)

Lockheed F-117A Nighthawk - Tarnkappenbomber für nächtliche Präzionsangriffe der USA

Die Lockheed F-117 Nighthawk blieb nahezu 15 Jahre ein Geheimobjekt. Ab Oktober 1983 war die erste Staffel einsatzbereit. Sie ist nicht für Luftkämpfe geeignet. Ihr Auftrag sind nächtliche Präzionsangriffe mit lasergesteuerten Bomben. Ihr futuristisches Disign erschwert die rechtzeitige Ortung. Auf dem Radar erscheint sie, wie die Größe einer Taube. Trotzdem wurde eine Maschine im Balkankrieg abgeschossen.

Lockheed F-117A Nighthawk: Tarnkappenflugzeug

Technische Daten:               Erstflug: 18. Juni 1981

Typ:

Tarnkappenbomber

Länge:

20,08 m

Spannweite:

13,20 m

Höhe:

3,78 m

Tragfläche:

105,9 m²

Leergewicht:

13.381 kg

Max. Startgewicht:

23.814 kg

Treibstoffkapazität:

10.644 l (8.546 kg)

Höchstgeschwindigkeit:

1.040 km/h

Dienstgipfelhöhe:

15.560 m

Einsatzradius:

1.112 km

Überführungsreichweite:

2.110 km

Triebwerke:

2 x General Electric F404-F1D2

Art

Mantelstromtriebwerke

Schubleistung:

2 x 48,06 kN

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Lockheed F-117 Nighthawk: Tarnkappenbomber der USA

Entwicklung der neuen STEALTH-Jäger:

Den Auftrag zur Entwicklung des Tarnkappenbomber erhielt LOCKHEED im November 1978. In nur 31 Monaten entstand der Prototyp vom Reisbrett bis zum Erstflug. Genauso wie die U-2 Dragon Lady und der SR-71 Blackbird entstand dieser neue Flugzeugtyp in den streng geheimen Werken des kalifornischen Burbank. Mit einer jährlichen Produktion von wenigen Maschinen endete die Produktion jedoch bei 59 Flugzeugen. Darunter sind nur wenige Zweisitzer vom Typ F-117 B.

Abgesehen von der neuen Form ist die F-117 ein konventionelles Flugzeug. Aus Kostengründen bestehen die Komponenten und Subsysteme auf vorhandenen Kampfflugzeugen. Zum Beispiel wurde das FbW-Steuersystem aus der F-16 verwendet. Das Cockpit stammt von der F-18. Trotzdem kostet die F-117A mehr als 180 Millionen DM. Diese Kosten sind auf die besonderen Fertigungen der Außenhülle zurück zu führen. Die weiterhin geheimgehaltene Struktur und Formauslegung ist auf weitgehende Diffusion und Absorption von Radarstrahlen optimiert. Somit ist dieser Jäger auf den feindlichen Radarbildern nur sehr schwer zu erkennen. Zusätzlich wurden noch die Schubdüsen oberhalb der Flügelhinterkante platziert, die den Luftstrom in der Breite auffächert, um die heizen Abgase auf einer breiteren Fläche zu verteilen und somit zu minimieren.

Lockheed F-117 Nighthawk: Tarnkappenflugzeug der USA ab 1983
Lockheed F-117A Nighthawk: Tarnkappenbomber der USA ab 1983
Lockheed F-117 Nighthawk: Tarnkappenflugzeug der USA
Lockheed F-117A Nighthawk - Tarnkappenbomber der USA
Lockheed F-117 Nighthawk: Tarnkappelflugzeug

Bewaffnung und Kampfeinsatz

Im Abwurfschacht haben vielfältige Abwurfwaffen platz, darunter lasergelenkte Präzisionslenkbomben. Es ist anzunehmen, dass auch Nuklearwaffen mitgeführt und abgeworfen werden können. Zur Selbstverteidigung dienen die integrierte Bordkanone sowie Lenkflugraketen. Bekannte Bewaffnung: bis zu zwei GBU-10 Paveway II oder GBU-27 oder BLU-109-Bomben (max. 2.268 kg)

Zusammen mit dem Kampfhubschauber AH-64A Apache schlug die F-117A bei Kriegsbeginn im Morgengrauen der 17. Januar 1991 entscheidene Breschen in die irakische Luftverteidigung. Die "Nighthawks" zerstörten mit ihren intelligenten 1.000 kg schweren Laserpräzionsbomben Ziele mit hoher Priorität mitten in Bagdad. Da Saddam Hussein sämtliche Flugabwehrstellungen in den Stadtvierteln Bagdads plazierte, war die Nighthawk das wichtigste Waffensystem, um die Zivilbevölkerung weitgehenst zu verschonen. Bei einen Anteil von 2,5% an der Luftmacht der Golfallianz haben die Nighthawks 31% der wichtigsten millitärischen Ziele zerstört. Die F-117 flog über 1.300 Einsätze, vornehmlich gegen stark verteidigte Ziele im Irak.

Dennoch ist die F-117A nicht Vollkommen. Auf Grund der fehlerhaften Flugsteuerung sollen 3 Maschinen aus technischen Gründen abgestürzt sein.

Eine F-117 wurde anläßlich des Balkankrieges in Serbien abgeschossen. Wahrscheinlich wurde der Grundsatz mißachtet, wonach man niemals 2 x die gleiche Strecke fliegen darf. Genau dies geschah aber dort !! Selbst wenn die gegnerische Flugabwehr die Maschine nicht orten konnte ist anzunehmen, dass der Flug von dortigen Bewohnern bemerkt und als “Flugroute” interpretiert werden könnte. Beim nochmaligen Überflug könnte sich die Luftabwehr auf den vermeintliche “Lienienflug” einstellen.

Und genau so geschah es auch: Die Serben feuerten in die “Flugroute“(Koordinierungsfehler der westl. Leitstellen)) und trafen. Die besagte Nighthawk stürzte ab. Zwar überlebte der Pilot, aber die Serben untersuchten die “geheimen” Materialien und präsentierten das Wrack der Weltöffentlichkeit. (Quelle: N-24 vom 2005)

Gleichwohl hat m.E. die Stealth-Technik den USA einen technischen Vorsprung von ca. 20 Jahren gegenüber anderen Ländern verschafft.

 

Vorläufer der F-117 war der 1988 zuerst gebaute B-2 Tarnkappenbomber, der jedoch nicht den Erwartungen entsprach, weil er viel zu teuer ist. Er kostet die Hälfte eines kompletten Flugzeugträgers !! Etwa 2 Milliarden Dollar !! Es stellt sich folglich B2 Tarnkappenbomberdie ökonomische Frage nach dem Nutzen. Mit ferngesteuerten Flugkörpern kann man preisgünstiger und effektiver die gleichen Ziele erreichen. Es wurden 22 Stück gebaut. Weitere sind nicht geplant.

Der B-2 Spirit ist ein moderner Bomber der US-Luftwaffe. Trotz seiner Spannweite von 52 Metern ist er auf dem Radarschirm kaum zu erkennen. Dafür sorgen seine Form, die verwendeten Materialien und eine geheime Spezial-Beschichtung. Zwei Piloten können die B-2 auf über 15.000 Meter steigen lassen und 9600 Kilometer ohne Zwischenstopp fliegen. Der Bomber kann 18 Tonnen konventionelle oder nukleare Waffen tragen. Seine Spitzengeschwindigkeit ist geheim, liegt aber weit jenseits der Schallmauer.

 

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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