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(Ohio / USA)

Boeing OC-135B Stratolifter: Beobachtung im Rahmen des Open-Skies-Vertrags zur gegenseitigen Kontrolle

Boeing OC-135B Stratolifter: Beobachtungsflugzeug im Rahmen des Open-Skies-Vertrags zur gegenseitigen Kontrolle

Die Boeing OC-135B Stratolifter dient der Beobachtung im Rahmen des Open-Skies-Vertrags zur gegenseitigen Kontrolle. Open Skies (englisch = offener Himmel) bezeichnet einen Vertrag aus dem Jahre 1992 zwischen der NATO und den ehemaligen Staaten des Warschauer Paktes, der es den teilnehmenden Nationen gestattet, gegenseitig ihre Gebiete auf festgelegten Routen zu überfliegen und Foto-, Radar- und Infrarot-Aufnahmen zu fertigen. Durch diese vertrauensbildende Maßnahme sollen Konflikte vermieden und der Frieden gesichert werden. Die Version OC-135B wurde entsprechen modifiziert.

Die Grundversion der “Boeing C-135 Stratolifter” ist ein militärisches Transportflugzeug der U.S. Air Force (USAF), das Boeing Ende der 1950er Jahre von der Boeing KC-135 ableitete. Eine Vielzahl von Varianten ist im Laufe der Jahre durch Umrüstungen entstanden, so auch das Tankflugzeug mit der Bezeichnung Boeing KC-135 Stratotanker und die Boeing EC-135E ARIA, eine Telemetrie-Plattform zur Unterstützung der Apollo-Mondmissionen der NASA.

Ende der 1950er Jahre bemühte sich die US-Luftwaffe um eine Modernisierung seiner Transportflotte. Diese bestand damals hauptsächlich aus propellergetriebenen Douglas C-124 Globemaster II und Douglas C-133A Cargo Master.

1960 genehmigte der US-Kongress die Beschaffung von 50 Boeing-Transportflugzeugen mit der Bezeichnung C-135 Stratolifter. Aus Kostengründen entfielen bei den ersten A-Versionen schon damals verfügbare moderne Turbofans zugunsten billigerer Turbojetmotoren und eine Heckklappe. Lediglich der Boden im Frachtdeck wurde verstärkt. Folglich blieben die Abmessungen des Laderaums mit einer Breite von 3,28 m und einer Höhe von 2,11 m gleich. Die maximale Zuladung lag bei 41 Tonnen, respektive 126 Soldaten. Ein Frachtladesystem mit Winde und Schienen an der Decke erleichterte die Beladung durch die 2x3 Meter große seitliche Frachttür.

Die Boeing C-135 Stratolifter wurde nur wenige Jahre als Transportflugzeug genutzt. Für Sperrgut war das Flugzeug wegen der seitlichen Ladeöffnung wenig geeignet, ebenso für Fallschirmabsprünge. Ferner konnten die ersten Modelle im beladenen Zustand mangels Schubumkehr nur auf langen Bahnen landen.

Ab 1965 begann die Lockheed C-141 Starlifter die Boeing C-135 Stratolifter im Lufttransport abzulösen. Die US-Luftwaffe ließ die C-135 Stratolifter nach und nach für verschiedene andere Aufgaben umrüsten. Das hier gezeigte Beobachtungsflugzeug OC-135B Stratolifter steht heute noch im militärischen Dienst (Stand: 2010).

Boeing OC-135B Stratolifter: Beobachtung im Rahmen des Open-Skies-Vertrags zur gegenseitigen Kontrolle

Technische Daten: C-135B

Länge

41,5 m

Flügelspannweite

39,9 m

Höhe

12,7 m

Tragflügelfläche

226 m²

Antrieb

4 x Pratt & Whitney TF33-P-5

Art

Turbofans

Leistung

je 71,4 kN Schub

Höchstgeschwindigkeit

980 km/h

Maximale Reichweite

12.000 km

Gipfelhöhe

15.000 m

Leergewicht

46,4 t

Maximale Zuladung

40 t Fracht oder

.

126 Soldaten mit Ausrüstung oder

.

44 Krankentragen für MedEvac-Einsätze

Maximales Startgewicht

124 Tonnen

Besatzung

2 Piloten zuzügl. Navigator und Lademeister

Boeing C-135 Stratolifter: Beobachtungsflugzeug im Rahmen des Open-Skies-Vertrags zur gegenseitigen Kontrolle

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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