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Walter 109-509: Eingebaut im Raketenjäger Messerschmitt Me 163 Komet (“Kraftei”)

Walther 109-509 C

Technische Daten: Flüssigkeitsgetrieben

Höchstschub 1.600 kp mit hypergolem Brennstoffgemisch (1.028 Ltr. T- und 500 Ltr. C-Stoff)

Eingebaut im Abfangjäger Messerschmitt Me 163 Komet (“Kraftei”)

Steigzeit auf 12.000 m in 4 Min. Danach nur noch 3 Min. Brenndauer

Höchstgeschwindigkeit 960 Km/h.

Landegeschwindigkeit 170 Km/h (auf Kufe nach Segelflug)

Brennkammer Walther HWK 109-509a-1

Beschreibung:

Technisch konnte man damals noch keinen kontinuierlichen Zündfunken erzeugen, so dass sich die Düse wie ein monoton “blubbernder” Normalmotor anhörte. Gelegentlich knallte es auch laut, weil die Zündung kurz aussetzte. Zuverlässig waren diese ersten Düsentriebwerke nie.

“Heißes Verfahren” dieses Triebwerktyps:

Bei diesem Verfahren wird als Brennstoff Hydrazinhydrat (C-Stoff) und als Sauerstoffträger Wasserstoffsuperoxyd (T Stoff) verwendet. Diese Stoffe reagieren beim Zusammentreffen spontan und ohne fremde Zündquelle. Dabei wird beim Zerfall von Wasserstoffsuperoxyd (T Stoff) der freiwerdende Sauerstoff zur Verbrennung des eingespritzen Brennstoffs Hydrazinhydrat (C-Stoff) genutzt. Der erzeugte spezifische Impuls ist mit 2000 m/s doppelt so hoch wie beim "kalten" Verfahren. Es werden T und C-Stoff durch Pumpen separat zur Brennkammer gefördert. Über das Regelgerät, die Druck-, Steuer-, Sicherheitsventile und Druckwaagen gelangen die Treibstoffe durch die Einspritzdüsen in die Brennkammer. Dort entzünden sie sich durch eine chemische Reaktion, die in Druck bis 23 bar und Temperaturen von ca. 1800° C umgesetzt wird. Nach dem Prinzip “Aktion-Reaktion” strömen die Gase mit hoher Geschwindigkeit aus der Düse aus und erzeugen den gewünschten Schub.

Unbefriedigend ist der zu hohe Treibstoffverbrauch. Auch die Regelung durch Abschalten von einzelnen Düsengruppen bringt keine große Treibstoffersparnis, da der Druck in der Brennkammer erhalten bleiben muß. Die Möglichkeit, den Treibstoffverbrauch zu verringern und damit eine größere Reichweite zu erzielen, ist erst mit dem 109-509 A-2 Triebwerk gegeben. Durch den zusätzlichen Anbau einer kleinen Reisebrennkammer mit einen Schub von 2,9 kN (300 kp), kann die Hauptbrennkammer abgeschaltet werden.

Die Projektarbeiten für dieses Triebwerk begannen im September 1940. Nach langwierigen Versuchen erfolgt am 21. Februar 1943 der Erstflug einer umgebauten Me 163 B mit dem Walter-Triebwerk 109-509 A. Es werden über 500 Triebwerke gebaut.

Walther HWK 109-509 A
Messerschmitt Me 163

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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