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General Electric J79: 1. Einwellen-Triebwerk mit 17 Verdichterstufen

General Electric J79 - 1. Einwellen-Triebwerk mit  17 Verdichterstufen

Das abgebildete Triebwerk J79-J1K

Das Luftstrahltriebwerk J79 ist eine Entwicklung von "General Electric CO" (USA), und wurde infolge seiner Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit zu einem am meisten gebauten militärischen Triebwerk für den Überschallflug.

Die Entwicklung des J79 begann im Jahre 1952. Die Flugerprobung fand ab 1955 statt. Es wurde in 5 Staaten in Lizenz gefertigt.

In folgende bekannten Militärflugzeuge wurden diese Triebwerke eingebaut:

Mit Hilfe dieses Antriebes konnte eine beachtliche Anzahl von Weltrekorden erflogen werden.

Es wurde auch eine zivile Version des J79 unter der Bezeichnung CJ 805 entwickelt. Eingebaut sind diese Triebwerke in der Convair 880 und 990 "Coronado".

Für das europäische F-104G Beschaffungsprogramm fertigte MTU München, zusammen mit den Firmen “Fabique Natiopnale" (Belg.) und “Fiat" (ltal.) von 1960 bis 1965 über 600 Triebwerke der Version J79-11 A in Lizenz.

Um die Zuverlässigkeit und die Wirtschaftlichkeit der deutschen "Startighter" zu erhöhen, entwickelte MTU im Jahre 1971 im Rahmen eines Modifizierungsprogrammea aus dem 179-11A die Version J79-MTU-J1K. Zusätzlich wurden von MTU noch 50 neue Triebwerke 179-MTU-J1K hergestellt.

Konstruktiv sind alle 179 Versionen Einwellen-Strahlturbinentriebwerke. Der 17- stufige Axialverdichter wird von einer dreistufigen Reaktionsturbine angetrieben. Die Eintrittsschaufeln und die Leitschaufeln (Statoren) der ersten 6 Stufen sind verstellbar. Die Ring-Rohrbrennkammer besitzt 10 einzelne Flammrohre. Das 179 hat einen Nachbrenner mit einer regelbaren Schubdüse.

Das ausgestellte Exponat ist ein modifiziertes Triebwerk vom Typ: J79-MTU-J1K

  • Herstellungsjahr: 1962
  • Serial- Nummer: E 473-133
  • Abschluß der Modifizierungsmaßnahme: 14.06.1971

Dieses Triebwerk diente ehemals als Antrieb eines F-104G "Starfighter".

Nach Aussonderung wurde dieses Lfz auf dem Schießplatz Munster zu Beschußversuchen genutzt. Nachdem die Lfz-Zelle zerstört war, wurde das noch relativ heile Triebwerk geborgen und zum JO-72"W" Rheine gebracht.

lm Jahre 1995 erwarben die Triebwerket des JO-73"S" Laage/ Mecklenburg-Vorpommem dieses Exponat. In Laage wurde es restauriert und für Ausbildungszwecke teilweise geöffnet.

 

Das in Deutschland eingesetzte Triebwerk J79 im Vergleich:

 

 

J79-11A

J79-MTU-J1K

J79-MTU-17 A

 

 

(F-104G)

(F-I04G)

(F-4F)

Gewicht

kg

1615

1685

1724

Länge

mm

5282

5301

5301

Größter Durchmesser

mm

981

992

992

Max, Standschub

 

 

 

 

    -mit Nachbrenner

kp

7167

7235

8119

    -ohne Nachbrenner

kp

4536

4745

5384

Spez. Kraftstoffverbrauch

 

 

 

 

    -mit Nachbrenner

kg/kp/h

1,97

2,0

\,97

    -ohne Nachbrenner

kg/kp/h

0,84

0,85

0,84

Turbinen- Eintrittstemp.

°C

924

954

988

Rotor-Drehzahl

U/min

7460

7460

7460

Luftdurchsatz

kg/sek

73,5

74,4

77,0

Druckverhältnis

 

12,2 : 1

12,4 : 1

13,5 : 1

Strahltriebwerk - General Electric J 79
Strahltriebwerk J79
General Electric J79-GE-11A
General Electric J79 - Triebwerk mit  17 Verdichterstufen

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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