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Junkers Jumo 210: flüssigkeitsgekühlter 12-Zylinder-V-Motor m. hängenden Zylindern

Junkers Jumo 210

Beschreibung:

Der Junkers Jumo 210 ist ein flüssigkeitsgekühlter 12-Zylinder-V-Motor mit hängenden Zylindern (Zylinderkopf unten) und 19,7 Liter Hubraum.

Der Jumo 210 stellte gegenüber den Vorgänger, dem stehenden V-12-Motor L88, einen Generationssprung dar, weil er erstmals bei Junkers unter Berücksichtigung des Schwingungsverhaltens im Lauf konstruiert wurde. Beim Vorgänger wurde noch versucht, die Schwingungen durch eine starre Bauweise zu unterdrücken, was zu sehr schweren Bauteilen geführt hatte.

Die Varianten des Jumo 210 umfassten Versionen mit unterschiedlichen Propellerübersetzungen für den Einsatz in verschiedenen Geschwindigkeitsbereichen und Versionen mit Eingang- und Zweigang-Lader. Durch den Einbau der von Dr. Lichte 1935 entwickelten Einspritzanlage war der Jumo 210 G der weltweit erste Serienflugmotor mit direkter Benzineinspritzung und automatischer Gemischregelung. Er wurde u. a. in der Messerschmitt Bf 109 C und in der Bf 110 B eingebaut.

Als geometrische Vergrößerung des Jumo 210 wurde ab 1935 der Nachfolgemotor Junkers Jumo 211 mit gleicher Auslegung, aber 35 Liter Hubraum entwickelt.

Die ersten Serienmotoren Jumo 210 A konnten gegen Ende 1934 produziert werden. Von 1934 bis 1938 wurden etwa 6400 Jumo 210-Motoren gebaut, die unter anderem in den frühen Versionen der Messerschmitt Bf 109 (A bis D), der Messerschmitt Bf 110 (A/B) und der Junkers Ju 87A eingesetzt wurden. Der Prototyp Messerschmitt Me 262 V1 wurde mit einem Jumo 210 G in der Nase getestet, da die Strahltriebwerke noch nicht verfügbar bzw. noch sehr unzuverlässig waren.

Junkers Jumo 210

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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