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BMW 801 D: Einbau des Flugmotors in der Focke Wulf Fw 190 A u.a.

BMW 801 D: Einbau des Flugmotors

BMW 801 D: Baujahr 1941/43. Bis zu 1800 Ps bei 2800 U/Min. Nutzung in der Focke Wulf Fw 190.

Entstehungsgeschichte:

BMW 801 war ein luftgekühlter 14-Zylinder-Doppelstern-Flugmotor, der ab 1938 unter der Leitung von Dipl.-Ing. Duckstein entwickelt wurde. Der Serienbau des BMW 801 begann 1940.

Das besondere Merkmal des BMW 801 war, dass er als erster luftgekühlter Mehrfachsternmotor über eine Druckbelüftung verfügte, bei der die Kühlluft von einem stirnseitig montierten Lüfterrad zwangsweise in den Motorraum gefördert wurde. Diese Bauform ermöglichte zuverlässige Kühlung auch am Boden und bei niedrigen Geschwindigkeiten und verringerte durch Verkleinerung der für die Kühlung erforderlichen Eintrittsfläche den aerodynamischen Widerstand.

Außerdem war der BMW 801 einer der ersten Flugmotoren mit Einhebelbedienung, bei der ein mechanischer Analogrechner eine Vielzahl von Einstellfunktionen wie Gemischsteuerung und Zündzeitpunkt koordinierte und so den Piloten entlastete, der den Motor über den an die Stelle des Gashebels getretenen Leistungshebel steuerte.

BMW 801 - Flugmotor

Der BMW 801 wurde in insgesamt 22 Varianten bzw. Entwicklungsstufen gebaut, von denen die wichtigsten Ausführungen hier aufgeführt sind:

801 A (1600 PS): rechtsdrehend, elektrische Luftschraubenverstellung
801 B (1600 PS): linksdrehend, sonst wie 801 A
801 C (1600 PS): mit hydraulischer Luftschraubenverstellung und anderen Luftleitblechen, sonst wie 801 A
801 D (1730 PS): höhere Verdichtung
801 G (1730 PS): wie 801 A mit höherer Verdichtung und höherem Laderdruck
801 F (2000 PS): Leistungssteigerung durch verbesserte Einzelaggregate
801 J (1900 PS): wie 801 D mit Abgasturbolader
801 L (1600 PS): wie 801 C mit verbesserter Luftschraubenverstellung
801 S (2200 PS): verbessertes Kommandogerät

BMW 801 D Flugmotor

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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