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Fouga Magister C.M 170 R:  1. in Serie gebauter Strahltrainer der Welt

Fouga Magister

Der Magister war der erste in Serie gebaute Strahltrainer der Welt. Er kam auch als leichter Aufklärer zum Einsatz. Der Prototyp startete 1952 zum Erstflug. Bis zur Einstellung der Produktion im Jahre 1967 wurde 916 Maschinen gebaut, davon rund 400 für die Luftwaffe Frankreichs.

Mit der Fouga-Magister CM.170 erhielt die französische „Armee de I‘Air“ im Jahre 1954 den ersten Schulungs-Strahljäger. Der Erstflug dieses Flugzeuges im Juni 1952 beeindruckte die französischen Militärpiloten so nachdrücklich, so dass man für Schulungszwecke sofort zehn Exemplare in Auftrag gab. 1954 wurde dann der erste Großauftrag für 90 Maschinen erteilt, Insgesamt wurden für die französischen Luftstreitkräfte 400 „Magister“ hergestellt.

Bei der CM.170 handelt es sich um ein 2-sitziges Ganzmetall-Schulungs-Strahlflugzeug. Das Auffälligste an dieser Maschine ist ihr V-förmiges Leitwerk, abgespreizt in einem Winkel von 110 Grad. Die in der Rumpfmitte angeordneten Tragflächen sind mit getrennten Brems- und Landeklappen-Systemen ausgestattet. Die geräumige und langgezogene Kanzel mit hintereinander angeordneten Sitzen gibt der Magister ihr markantes Aussehen. Das Cockpit hatte Druckausgleich, Klimaanlage und für beide Piloten eine unabhängig regulierbare Sauerstoffversorgung.

Die Grundausbildung an diesem Flugzeug für französische Fliegeroffiziersanwärter der Ecole de I‘Air in Salon-de-Provence und in Cognac umfasste 150 Stunden. Bis Mitte der 80er Jahre wurde die Magister in der französischen Luftwaffe zu Schulungszwecken geflogen.

Für die Luftwaffe der Bundesrepublik Deutschland wurde die Fouga-Magister 1955 bei der Union Süd in Lizenz hergestellt und diente ausschließlich der Ausbildung von Düsenjäger-Piloten. Bereits Anfang der 60er Jahre, als man das Ausbildungsprogramm der Luftwaffenpiloten in die USA verlegte, begann man mit Ausmusterung dieses Trainers und verkaufte die Flugzeuge an Partnerländer in der NATO, aber auch an die algerische Luftwaffe.

Für die französische Marine zur Schulung von Landungen auf Flugzeugträgern wurden 30 Maschinen gebaut und mit einem Fanghaken nachgerüstet. Sie erhielten die Bezeichnung Fouga CMJ75 „Zephir“, waren unbewaffnet aber sonst identisch mit der CM.170.

Als Nachfolger der Magister gilt der 1973 eingeführte Alpha-Jet, der ebenfalls als reiner Trainer konzipiert wurde.

Technische Daten:

Fouga Magister C.M 170: Das Flugzeug mit V-Leitwerk war der erste in Serie gebaute Strahltrainer der Welt Fouga Magister C.M 170 R: Der erste in Serie gebaute Strahltrainer der Welt Heinkel Potez “Magister” CM 191: aus der CM 170 entwickeltes Geschäftsflugzeug

Hersteller

Air Fouga / Potez

Gipfelhöhe

ca. 12.200 m

Lizenzbau

Flugzeug Union Süd

Bewaffnung

2 x MG 7,5 mm o. 7,62 mm

Besatzung

2

.

200 Schuss pro Kanone

Spannweite

12,15 m

optional:   1.

2 x “Matra 181” Raketen-Pods

Länge

10,06 m

.

mit je 18 x 37-mm-Raketen

Startgewicht

3.300 Kg

2.

425 Kg Luft-Boden-Raketen

Triebwerke

2 x Turbomeca-Mabore IIA

3.

2 x 50-Kg-Bomben

Art

Strahltriebwerke

4.

8 x 88mm-Raketen

Schub

2 x 400 Kp Standschub

5.

2 x ferngesteuerte Nord AS.11

max. Geschwindigkeit

650 Km/h

.

Luft-Boden-Raketen

Reichweite

1.180 Km

.

.

Fouga Magister CM 170
Fouga Magister CM 170
Fouga Magister - Cockpit
Fouga Magister C.M 170: Das Flugzeug mit V-Leitwerk war der erste in Serie gebaute Strahltrainer der Welt

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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