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Fokker Dr I : 3-Decker des "Roten Baron" Manfred von Richthofen - Jagdflugzeug von 1917

Fokker Dr I : 3-Decker des "Roten Baron" Manfred von Richthofen - Jagdflugzeug von 1917

Technische Daten:

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Richthofen-Bemalung
(ILA 2008) Wehrmacht-Bemalung
(Luftwaffenmuseum)

Hersteller

Fokker Flugzeugwerke

.

Schwerin

Besatzung

1

Leistung:

.

Triebwerk

Oberursel UR II

Art

Umlaufmotor

Leistung

81 kW

Geschwindigkeit

185 Km/h

Steigleistung

1.000 m in 2,9 min.

Gipfelhöhe

ca. 6.000 m

Flugdauer

90 min.

Maße:

.

Spannweite

7,20 m oben

.

6,20 m mitte

.

5,70 m unten

Länge

8,80 m

Höhe

2,95 m

Gewicht:

.

Leermasse

406 Kg

Leermasse

406 Kg

Bewaffnung:

2 x LMG 08/15 Spandau

.

( 7,92 mm)

Beschreibung: Deutschland - Erstflug: Juli 1917

Der Dreidecker verdankt seinen Ruhm dem Tod von Manfred von Richthofen. Letztendlich blieb der “Dr I” nur eine kleine Episode im Luftkrieg 1914 bis 1918. Der erste Entwurf war freitragend. Nach Testflügen erhielt er zwecks höherer Festigkeit Stiele zwischen den Tragflächen und damit seine endgültige Gestalt.

Der Prototyp flog knapp 2000 Einsätze. Dort zeigte er sich durch seine gute Steigleistung und sein Kurvenverhalten den englischen und französischen Jägern ebenbürtig. Im Oktober des gleichen Jahres folgten die Serienmaschinen, die nach einer Reihe von Unfällen Startverbot erhielten. Der Grund waren eine nachlässige Verarbeitung der oberen Tragflächen. Nach deren Verstärkung kamen etwa 300 “Fokker Dr I” im Westen deutschlands gegen Frankreich zum Einsatz.

Am 21.04.1918 wurde v. Richthofen in einer dieser Fokker abgeschossen. Zu diesem Zeitpunkt war die Zeit der Dreidecker bereits vorbei, weil sich die Doppeldecker als leistungsfähiger erwiesen.

 

Der “Richthofen-Mythos” - eine Legende ?

Die rote Dreidecker Fokker Dr I steht symbolhaft für den bekanntesten Jagdflieger der deutschen Luftstreitkräfte im Ersten Weltkrieg. Um ihn rankt sich der Mythos vom "Roten Baron" Manfred Freiherr von Richthofen. Schon 1916 lässt er seine Maschine rot anstreichen, um als Verbandführer besser anerkannt zu werden, da die Führung nur mit optischen Mitteln möglich war.

Richterhofen ist für seine Zeit ein Held, der symbolisch Glanz und Gloria des Kaiserreiches verkörpert. Verstärkt wird dieses Bild noch durch die Faszination, die von den "tollkühnen Männer an in den fliegenden Kisten" ausgeht.

Ihre teilweise spektakulären Luftkämpfe mit den Jagdfliegern des Gegners werden mit den mittelalterlichen Ritterturnieren gleich gesetzt. Und tatsächlich galt in den Anfängen des Krieges gegen Frankreich noch ein gewisser „Sportsgeist“. Angeschlossene Gegner wurden nicht endgültig vernichtet, sondern man ließ sie entkommen. Dies änderte sich jedoch schon nach wenigen Jahren.

Dabei ist es auch im Ersten Weltkrieg das Ziel des Luftkampfes, und noch viel mehr des Bombenkrieges, den Gegner als militärischen Faktor auszuschalten.

Junkers D-I - MGAber mit Richthofen und Fliegern wie Boelke und Immelmann kann sich die Bevölkerung, besonders die Jugend, identifizieren und kann sie sogar verehren. Die Leistungen der eigenen Armee glorifizierend, lenken sie gleichzeitig von den unvorstellbaren Leiden in den Schützengräben (Stichwort: Giftgaseinsatz) und von der zunehmenden Not in der Heimat ab. Dafür stehen beispielhaft die Schlachten um die Festung Verdun und die Vernichtungskämpfe auf den Feldern Flanderns, ebenso wie die „Kohlrübenwinter“ im HinterlDie ersten Umlaufmotoren der damaligen Zeit hatten keine Vergaser und konnten daher nicht reguliert werden. Daher mussten sie stets mit voller Geschwindigkeit fliegen. Um bei der Landung die Geschwindigkeit zu reduzieren, wurde der Motor während des Fluges einfach abgeschaltet und kurz danach wieder eingeschaltet. Dies erzeugte einen “stotternden Motor-Sound”, bei dem der Motor abwechselnd kurz aufheulte und danach wieder verstummte, was sich wie ein Defekt anhörte.

Weil die Motoren gut geölt werden mussten, verwendete man reichlich Rizinus-Öl, was dazu führte, dass immer ein blauer Dunstschweif hinter den Flugzeugen zu sehen war. Das Rizinus sprühte während des Fluges aus dem Motorblock gegen die Windschutzscheibe und die Pilotenbrille, wodurch die Sicht stark eingeschränkt wurde. Teilweise verschluckten die Piloten auch das Rizinus, so dass die Toiletten nach der Landung immer gut besucht waren (ist kein Witz !!).and.

Bild rechts zeigt die MG´s, die synchronisiert mit dem Propeller durch diesen hindurch schossen.

 

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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