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Hawker Tempest II: eines der besten kolbengetriebenen Jagdflugzeuge des Zweiten Weltkriegs

Hawker Tempest II: eines der besten kolbengetriebenen Jagdflugzeuge des Zweiten Weltkriegs

Die Hawker Tempest war in niedrigen und mittleren Höhen eines der schnellsten propellergetriebenen Jagdflugzeuge des Zweiten Weltkrieges. Aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit und Feuerkraft wurde sie vor allem gegen die deutsche Messerschmitt Me 262 und die Flugbombe V1 eingesetzt. Markant ist die Ansaugöffnung des “Doppelkinn-Kühlers”.im Frontbereich der Versionen V und VI.

Die Tempest war eine Weiterentwicklung der Hawker Typhoon, die ebenfalls den auffälligen.Doppelkinn-Kühler hatte. Der Chefkonstrukteur von Hawker, Sidney Camm, gab jedoch die Bemühungen, die Typhoon zu verbessern, rasch auf und arbeitete an einem neuen Entwurf. Die wichtigsten Neuerungen waren elliptische Flügel geringer Dicke, geänderte Kanzelhaube und größerer Leistung für die Erfüllung vielseitiger und anspruchsvoller Einsatzaufgaben.

Die erste Tempest absolvierte im September 1942 ihren Jungfernflug. Als erstes Modell trat im Januar 1944 die mit dem Sabre-Triebwerk ausgerüstete Tempest F.Mk V den Dienst an. Insgesamt baute man 800 Flugzeuge dieses Modells, das als einziges noch im 2. Weltkrieg zum Einsatz kam.

Parallel dazu wurde die Tempest Mk. II (s.o.) gefertigt, diesmal ohne “Doppelkinn”. Die Tempest Mk II (später F.Mk 2) war eines der besten kolbengetriebenen Jagdflugzeuge, die je gebaut worden sind. Für den 2. Weltkrieg kam sie jedoch zu spät. Die Mk II basierte auf den früheren Tempest-Versionen Mk V und Vl. Sie erhielt aber nicht wie sie den wuchtigen Sabre-Reihenmotor mit dem Doppelkinn-Kühler, sondern den ausgezeichneten luftgekühlten Centaurus-Sternmotor, der die Leistung und die Flugeigenschaften mit 2.560 Ps deutlich verbesserte. Die erste Mk II flog zwar bereits im Juni 1943, doch die Produktion der 500 bestellten Maschinen verzögerte sich durch den Herstellerwechsel von Gloster zu Bristol. Die erste Serienmaschine startete daher erst im Oktober 1944 zu ihrem Erstflug; die Indienststellung begann ein Jahr später. Über 1.000 geplante Maschinen wurden wieder auf Grund des Kriegsausgangs gestrichen. Es blieben nur 472 F.Mk 2. Bristol fertigte davon 50 Exemplare und Hawker 422.

Die Tempest F.Mk VI mit dem stärkeren Sabre-Motor und 2.700 Ps verließ nach dem Krieg die Montagehallen. Wegen des Kriegsausgangs wurden nur ca. 142 Exemplare gebaut. Die Gesamtproduktion belief sich auf etwa 1.420 Flugzeuge.

Technische Daten:

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Länge

10,49 m

Spannweite

12,50 m

Antrieb

Bristol-Centaurus

Art

Sternmotor

Leistung

2.560 PS

Höchstgeschwindigkeit

710 km/h max.

Besatzung

1 Mann

Dienstgipfelhöhe

ca. 11.000 m

Startgewicht

6.010 kg

Reichweite

1.320 km

Bewaffnung

4 x Hispano-20 mm Kanonen

 unter den Tragflächen

900 kg Bomben oder 8 Raketen

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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