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Fiat CR.42 Falco: technisch war das italienische Flugzeug schon damals überholt

Fiat CR.42 Falco: technisch war das italienische Flugzeug schon damals überholt

Der italienische Jagdeinsitzer Fiat CR.42 "Falco" war eine Doppeldecker-Konstruktion. Ungewöhnlicher Weise entstand dieses Jagdflugzeug zu einer Zeit, als es schon in Deutschland, Großbritannien, Frankreich oder in den USA moderne Jäger als Eindecker mit einziehbarem Fahrwerk gab, wie die Messerschmitt Bf 109, Hawker Hurricane oder die Morane-Jäger. Der Erstflug der CR.42 fand am 23. Mai 1938 statt. Selbst in Italien gab es modernere Entwicklungen, wie die Fiat G.50 "Freccia" oder Macchi MC.200 "Saetta". Der Grund hierfür war folgender. In der Regia Aeronautica (Italienische Luftwaffe bis 1943) gab es viele Stimmen, die von der Idee des akrobatischen Luftkampfes überzeugt waren, wie man sie mit dem Vorgänger, der CR.32 perfekt ausüben konnte. Man war davon überzeugt, dass die Entschlossenheit des Piloten und die Wendigkeit allein genügten, um in Luftkämpfen zu siegen. Diese Einstellung zur Luftkampftaktik vertraten auch die japanischen Militärs zu Beginn des 2. Weltkrieges. Darüber hinaus war für diese Entwicklung der Erfolg des agilen Jagd-Doppeldeckers CR.32 im Spanischen Bürgerkrieg förderlich.

So entwarf Celestino Rosatelli (C.R.) aus der CR.32 die CR. 42, welche sich durch einen moderneren Rumpf und einen Sternmotor vom Vorgänger unterschied. Aber technisch gesehen war die "Falco" überholt. Trotzdem war sie sehr beliebt bei den italienischen Verbänden.

Auch ausländische Streitkräfte fanden schnell Interesse an dem wendigen Fiat-Jäger, immerhin zählte man die italienische Luftwaffe in den 1930er Jahren zu den Spitzenreitern der Luftkriegsführung, die auch zahlreiche Rekorde für sich verbuchen konnte. So kauften die belgischen Luftstreitkräfte 42 "Falcos", die Ungarn 68 Flugzeuge und die Schweden (als J11) 72 CR.42.

Als Italien 1940 auf Seiten der Deutschen in den 2. Weltkrieg eintrat, konnten die "Falcos" sich noch relativ gut gegen andere Jagdflugzeuge der Feindländer behaupten. Gerade auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz, z. B. in Italienisch-Ostafrika konnten die Flieger der Regia Aeronautica große Erfolge für sich verbuchen. Aber im weiteren Verlauf des Krieges kristallisierten sich schnell die Nachteile des Fiat-Jägers heraus. Gerade die mangelnde Geschwindigkeit wurde oft zum Problem. Auch die ungarische Luftwaffe setzte die Fiat CR.42 anfangs erfolgreich im Feldzug gegen die Sowjetunion ein.

Ab 1942 wurde die "Falco" mehr und mehr von der Jäger-Rolle entbunden. Man setzte sie zunehmend bei Flugschulen, als Jagdbomber oder als Schlachtflugzeug ein. Auch die deutsche Luftwaffe verwendete dieses Muster in Flugzeugführerschulen (FFS) und als Nachtschlachtflugzeug. Erst 1944 wurde die Produktion nach 1.780 gebauten Maschinen gestoppt.

Fiat CR.42 Falco: technisch war das italienische Flugzeug schon damals überholt

Technische Daten:

Besatzung

1

Leistungen

.

Antrieb

Fiat-A-74-RC-38

Leistung

ca. 830 Ps

Geschwindigkeit

ca. 450 km/h

Steigrate

6.000 m in 5,26 Min.

Gipfelhöhe

10.200 m

Reichweite

780 km

Abmessungen

.

Spannweite

9,70 m

Länge

8,26 m

Höhe

3,57 m

Gewichte

.

Leergewicht

1.708 kg

Startgewicht

2.295 kg

Bewaffnung

.

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2 x 12,7 mm MGs

.

SAFAT mit 4.000 Schuss

.

200 kg Bomben unter

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den Tragflächen

Fiat CR.42 Falco: technisch war das italienische Flugzeug schon damals überholt

Versionen der Fiat CR.42:

  • CR.42 "Falco" mit einem 7,7 mm MG und einem 12,7 mm MG für Belgien, Ungarn und Italien.
  • CR.42AS mit Bombenschlössern, als Schlachtflugzeug und Jagdbomber.
  • CR.42bis mit zwei 12,7 mm Maschinengewehren für Schweden (dort bezeichnet als J11).
  • CR.42CN für Nachteinsätze mit Scheinwerfern.
  • CR.42B mit Daimler-Benz DB601 Reihenmotor (Versuchsmuster).
  • ICR.42 Version mit zwei Schwimmern.

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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