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Sturmgeschütz III: sollte zunächst als Unterstützungswaffe der Infanterie fungieren

Sturmgeschütz III

Beschreibung:

Sturmgeschütze entstanden aus dem Gedanken heraus, der Infanterie eine unmittelbar im Gefecht folgende Artillerie beizugeben, welche für die Infanterie leichte gegnerische Feldbefestigungen, wie MG-Nester, ausschalten sollte. Anders als Panzer, die als Schwerpunktwaffe eingesetzt werden sollten, sollten die Sturmgeschütze zunächst nur als Unterstützungswaffe fungieren.

Sturmgeschütze konnten schneller, leichter und kostengünstiger hergestellt werden als reguläre Panzerkampfwagen, da sie nicht über drehbare Geschütztürme verfügten. Die Hauptbewaffnung war in der Front des Fahrzeuges eingelassen. Das grobe Ausrichten musste durch Drehung des kompletten Fahrzeuges erfolgen. Ein weiterer Vorteil neben dem geringeren Preis die niedrige Silhouette und starke Panzerung im Frontbereich.

Das Sturmgeschütz III, oder auch einfach nur StuG III genannt, war ursprünglich also zur Infanterieunterstützung geplant, wurde aber immer mehr als Panzerabwehrfahrzeug eingesetzt. Der Panzerschutz wurde stetig erhöht, genauso wie die Leistung der Kanone. Das Fahrzeug sollte in der Lage sein, feindliche Bunker, Stellungen und ähnliches zu zerstören.

Die ersten StuG III Ausführung A wurden im Jahre 1940 in Dienst gestellt. Sie waren mit einer 75-mm-StuK 37 L/24 bewaffnet und wiesen eine von 30 auf 50 mm verstärkte Frontpanzerung auf. Die Ausführungen A bis E des StuG III trugen alle die 75-mm-StuK 37, ab März 1942 wurde die verbesserte Ausführung F in Dienst gestellt, die mit einer längeren 75-mm-StuK 40 L/43 beziehungsweise ab Herbst 1942 mit der noch längeren 75-mm-StuK 40 L/48 (Ausführung F/8, G) bewaffnet waren. Die Varianten mit der langen Kanone wurden auch als Sturmgeschütz 40 bezeichnet. das hatte den Ursprung in der als Sturmkanone 40 bezeichneten neuen Hauptwaffe.

Bis zum Ende des 2. Weltkrieges waren Sturmgeschütze im Einsatz der Wehrmacht und mussten immer häufiger zerstörte Panzer in den regulären Panzerverbänden ersetzen. Somit wurde die offensive Rolle der Sturmgeschütze zum Ende des Krieges hin immer defensiver. Häufig dienten sie als Panzerjäger, einer Rolle, die sie durch ihre niedrige Silhouette und starke Panzerung in Verbindung mit der guten Bewaffnung (ab Ausführung F) sehr effizient übernahmen. In der Anfangszeit der Ostfront bis zum Einsatz des Panzers IV Ausführung F2 war das Sturmgeschütz III F das einzige Kampffahrzeug, das dem russischen T-34 auf größere Entfernung gefährlich werden konnte.

Technische Daten: Sturmgeschütz III, Ausf. G

  • Gewicht: 23.900 kg
  • Besatzung: 4
  • Antrieb: Maybach HL120 TRM
  • 12-Zylinder
  • 300 PS
  • Geschwindigkeit: ca. 40 km/h
  • Reichweite: ca. 155 km auf Straßen
  • Länge: 6,77 m
  • Breite: 2,95 m
  • Höhe: 2,16 m
  • Panzerung (ca.)
    • Front: 80 mm
    • Seiten: 30 mm
    • Heck: 50 mm
    • Dach/Bodenwanne: 19 mm
  • Bewaffnung:
    • 75-mm-StuK 40 L/48,
    • ein 7,92-mm-MG34 auf dem Dach,
    • ab Mitte 1944 ein zusätzliches koaxial zur Hauptwaffe
  • Munition: 75 mm - 54 Granaten, 7,92 mm - 600 Patronen

 

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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