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Pak 40:  Deutsche Panzerabwehrkanone von 1942 mit Kaliber 7,5 cm

Pak 40 - Deutsche Panzerabwehrkanone

Beschreibung:

Eine Panzerabwehrkanone (Pak oder PaK) ist eine Kanone, welche für die Bekämpfung gepanzerter Ziele, vor allem von Panzern, konzipiert ist. Hierzu verwendet die Pak panzerbrechende Munition, die im direkten Richten verschossen wird.

Die 7,5 cm Panzerabwehrkanone 40 (PaK 40) war während des Zweiten Weltkrieges ab 1942 eines der am häufigsten verwendeten Panzerabwehrgeschütze der deutschen Wehrmacht.

Aufgrund des Auftauchens von schweren sowjetischen Panzern wie des T-34 und des KV-1 war die ab 1940 nach dem Frankreichfeldzug eingeführte 5 cm PaK (PaK 38) der Wehrmacht nicht mehr wirksam genug. Die Panzerung des T-34 konnte mit diesem Geschütz nur auf äußerst geringe Entfernung durchschlagen werden. Die bei manchen Einheiten noch eingesetzte 7,5 cm PaK (Pak 97/38) erwies sich sogar als weitgehend unwirksam mit normaler Munition.

Daher wurde die Entwicklung einer PaK mit Kaliber 7,5 cm ab Beginn des Russlandfeldzug vorangetrieben. Mit Beginn des Jahres 1942 stand dann die Pak 40 L/46 zur Verfügung. Sie wurde zur Standardwaffe der deutschen Panzerjäger. Zu Beginn war die Produktion noch so gering, dass sie dem Bedarf der Truppe nicht nachkam. Der Nachteil gegenüber ihren kleineren Vorgängern war allerdings, dass sie nicht mehr im Mannschaftszug geschleppt werden konnte. Die 7,5 cm Pak 40 benötigte daher eine leichte 3t Artilleriezugmaschine von Hansa-Lloyd-Goliath (später Borgward), um in Stellung zu gehen.

Ein taktischer Nachteil der 7,5 cm PaK 40 betraf die Versionen, die eine Mündungsbremse besaßen. Durch den aufgewirbelten Staub, welcher durch den seitlichen Austritt des Mündungsgases hervorgerufen wurde, konnte die Stellung einer PaK verraten werden. Außerdem war das Gefechtsgewicht von 1.425 kg zu hoch, um einen schnellen Stellungswechsel zu vollziehen. Deshalb sind manche PaK 40 an der Ostfront zurückgelassen worden, weil sie durch nichts herauszubekommen waren.

Mit zunehmender Dauer des Krieges wurde es aber deutlicher, dass auch die 7,5 cm PaK und ihre Abarten nicht mehr alle feindlichen Panzer knacken konnte. An der Ostfront wurde die Effektivität der Waffe durch die zunehmend auftretenden schweren Panzer der IS-Serie geschmälert. An der Westfront des Jahres 1944/45 und in Afrika 1942/43 war sie aber wirksam genug gegen die britischen und amerikanischen Panzer.

Insgesamt wurden über . 23.000 stück gebaut, davon allein ca. 11.000 im Jahre 1944.Sie wurde nach dem Krieg noch ein paar Jahre von einigen europäischen Armeen benutzt.

Technische Daten:

  • Gewicht in Feuerstellung: 1425 kg
  • Gesamtlänge: 6,185 m
  • Rohrlänge: 3,45 m
  • Breite: 2,08 m
  • Höhe: 1,245 m
  • Schutzschild: 5 mm
  • Zielmittel: ZE 38 3 x 8°
  • Schussweite (max.): 7680 m (SprGr.)
  • Feuergeschwindigkeit: 12-15 Schuss/min
  • Lebensdauer eines Rohres: 6000 Schuss
  • · Munition:
    • Panzergranate 39
      • Gewicht: 6,8 kg
      • 792 m/Sek
      • Durchschlag: 104 mm auf 500 m (Auftreffwinkel 30°)
      • Durchschlag: 89 mm auf 1000 m (30°)
    • Panzergranate 40 (Hartkern aus Wolfram)
      • Gewicht: 4,1 kg
      • 933 m/Sek
      • Durchschlag: 115 mm auf 500 m (Auftreffwinkel 30°)
      • Durchschlag: 96 mm auf 1000 m (30°)
    • Sprenggranate 34
      • Gewicht: 5,74 kg
      • 550 m/Sek
    • Granatpatrone 38 HL/B und HL/C (Hohlladung)
      • 450 m/Sek
      • Durchschlag: 75 mm (B) und 100 mm (C) auf jede Entfernung

 

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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