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Dassault Falcon 20E: Forschungsplattform der DLR, mit der 2010 die Vulkanasche aus Island gemessen wurde

Dassault Falcon 20E: Mit dieser Forschungsplattform der DLR wurde 2010 die Konzentration der Vulkanasche aus Island gemessen

Die Dassault Falcon 20E ist für den Forschungseinsatz beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stark modifiziert worden. Der zweistrahlige Jet basiert auf einem Geschäftsreiseflugzeug der französischen Firma Dassault und fliegt in Höhen von bis zu 12.800 Meter. Die DLR setzt das Flugzeug hauptsächlich zur Atmosphärenforschung ein. Internationale Forscherteams messen Spurengase und Aerosole direkt an Bord und sammeln Luftproben, die anschließend im Labor analysiert werden.

Seit 1976 ist das Forschungsflugzeug eine der wichtigsten Plattformen deutscher und europäischer Forschung zur Erkundung von Erde und Atmosphäre. In mehr als 30 Jahren Betrieb in der Umwelt- und Klimaforschung hat das Flugzeug eine Spitzenposition unter den europäischen Forschungsflugzeugen eingenommen.

Ein fliegendes Labor für die Umwelt- und Klimaforschung: Die Falcon fliegt höher als die meisten Verkehrsflugzeuge und ist äußerst robust und wendig. Das erlaubt sogar Messungen in der Nähe von Gewittern oder in nur 30 Metern Entfernung hinter den Triebwerken eines Verkehrsflugzeugs. Die Gipfelhöhe der Falcon reicht aus, um in mittleren Breiten die untere Stratosphäre zu erreichen, die seit einigen Jahren im Zusammenhang mit dem Ozonabbau im Brennpunkt der Forschung steht.

Über den Bergen Norwegens wurden beispielsweise polare stratosphärische Wolken vermessen, die zumindest in kalten Wintern maßgeblich zum Ozonabbau beitragen. In den letzten Jahren war die Falcon eines der wichtigsten Großforschungsgeräte des DLR, um die Auswirkungen von Flugzeug-Emissionen auf die Zusammensetzung der Atmosphäre zu erforschhen. Ihre einzigartige Modifikation und Ausstattung machen die Falcon zu einer echten Mehrzweckplattform für Forschungsanwendungen, die den individuellen Bedürfnissen entsprechend angepasst werden kann. (Quelle: DLR)

Dassault Falcon 20E: Ein fliegendes Labor für die Umwelt- und Klimaforschung

Technische Daten: Falcon 20E, Kennung D-CMET

Länge:

17,2 Meter (18 Meter mit Nasenmast)

Höhe:

5,32 Meter

Spannweite:

16,3 Meter

Kabinenlänge:

5,5 Meter

Kabinenbreite:

1,7 Meter

Kabinenhöhe:

1,62 Meter

Sitzplätze:

10 (Bei der DLR 3 Sitzplätze für 3 Besatzungsmitglieder und 3 Wissenschaftler o. Ingenieure)

Leergewicht:

7,53 Tonnen (mit ständiger Versuchsausrüstung)

Gesamtgewicht:

maximal 13,2 Tonnen

Antrieb:

zwei Garrett Turbojet Triebwerke TFE 731-5BR-2C

Schub:

zwei mal 20.000 Newton (kein Umkehrschub)

Reichweite:

circa 3700 Kilometer

Flughöhe:

maximal 12,8 Kilometer (42.000 Fuß)

Geschwindigkeit:

maximal 917 Kilometer pro Stunde (0,865 Mach)

Flugdauer:

5:30 Stunden (abhängig von der Nutzlast)

Tankkapazität:

5007 Liter (4,006 Tonnen)

Ursprüngliche Nutzung:

Business Jet und Einsatz im militärischen Bereich

DLR-Flugbetrieb:

Oberpfaffenhofen

Dassault Falcon 20: Forschungsflugzeug vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt - DLR
Dassault Falcon 20: Ein fliegendes Labor für die Umwelt- und Klimaforschung
Dassault Falcon 20E - Forschungsplattform der DLR

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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