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Suchoi SU-22: in der Sowjetunion auf Basis der Suchoi Su-17 entwickelter Jagdbomber

Suchoj SU-22 - Bugansicht

Die Suchoj Su-22 M4 (NATO-Code „Fitter-K“) war das letzte Muster einer Kampfflugzeugreihe, deren Ursprungsmuster bereits in den 1950er Jahren flog.

Ausgangspunkt war der PfeiIflügeljagdbomber Su-7. Um die Start- und Landestrecke zu verkürzen und ein besseres Flugverhalten bei geringeren Geschwindigkeiten zu erreichen, rüstete Suchoj eine Su-7 mit Schwenkflügeln aus. Im Gegensatz zu reinen Schwenkflüglern, wie General Dynamics F-111 und MiG-23, schwenken bei der Suchoj nur die Außenflügel. Die Waffenträger befinden sich an den starren Teilen der Flügel, schwenken also nicht mit.

Die ab 1971 als Su-17 in Serie gebauten Maschinen wurden ständig den steigenden Anforderungen angepaßt. So hatte die ab 1974 gebaute Su-22 eine um 200 Prozent gestiegene Nutzlast bei gleichzeitig erhöhtem Aktionsradius. Auch das Waffenspektrum erweiterte sich beträchtlich durch die leistungsfähigere Feuerleitanlage und Avionik.

Suchoj SU-22

Technische Daten: Suchoi Su-22 (NATO-Code: Fitter-F)

Suchoj SU-22 UM3K Suchoj SU-22 M4

Typ

Jagdbomber

Spannweite

14 m

Länge

18,75 m

Höhe

4,75 m

Leermasse

10.000 kg

Startmasse

14.000 kg

Höchstgeschwindigkeit

2.305 km/h

Dienstgipfelhöhe

18.000 m

Reichweite

630 km

Triebwerk

1 x Ljulka AL-21F-3-Turbojet

Schub

11.340 kg mit Nachbrenner

Besatzung

1

Suchoj SU-22 - Cockpit vorne
Suchoj SU-22 - Cockpit seitlich
Suchoj SU-22 - Cockpit hinten

Variante

interne Bezeichnung

NATO Code

Anmerkung

Su-22M-2D

S-32M-2

Fitter-D

Dopplerradar in Verkleidung unter dem Lufteinlauf, Rumpfspitze um 3 Grad abgesenkt und um 38 cm verlängert, Tumanski-R-29BS-300-Triebwerk

Su-22M-2K

S-32M-2K

Fitter-F

auf der Su-17M-2D basierende Exportvariante

Su-22UM-2K

U-32M-2K

Fitter-E

auf der Su-17M-2 basierende 2-sitzige Schulmaschine, fehlende Backbordkanone, kein Dopplerradar, voll kampffähig

Su-22M-3

S-52

Fitter-H

Neukonstruktion, Dopplerradar im Eintrittskonus untergebracht, größeres Seitenleitwerk, Swesda-Schleudersitz K-36M, abnehmbare Kielflosse am Unterrumpf, zusätzliche Startschienen für Luft-Luft-Flugkörper, Düppel-/Leuchtkörperwerfer ASO-2 auf dem Rumpfrücken, Tumanski-R-29BS-300-Triebwerk

Su-22UM-3K

S-53

Fitter-G

2-sitzige Schulungsversion der Fitter-H, Periskop für den Fluglehrer im hinteren Cockpit, Antrieb: Tumanski R-29BS-300

Su-22M-4

S-54

Fitter-K

für Hochgeschwindigkeitstiefflug konzipierte Variante, starrer Eintrittskonus, Laserentfernungsmesser Klen-54, Laserzielmarkierer, Mehrzweckeinsatzrechner CVM-20-22, Navigationssystem PrNK-54 mit RSDN, taktisches Flugnavigationssystem A-312, KDS-Täuschkörper SPP156, Düppel-/Leuchtkörperwerfer ASO-2, Radarwarnempfänger SPO-15LESirena-3, Schleudersitz K-36DM

Suchoj SU-22 - Inspektion
Suchoj SU-22 - Techniker
Suchoi Su-22
Ljulka AL-21 F 3

Technische Daten: Nutzung in der Suchoj SU-22 und SU-24

  • Achsialverdichter : 14 Stufen
  • Leitschaufeln der 1. bis 4. und 10. bis 14. Stufe verstellbar
  • Rohrringbrennkammer
  • Verdichtung : 14,75
  • Luftdurchsatz : 104 Kg/sec.
  • Turbine : 3 Stufen
  • Temperatur an der Turbine : 1.370 Grad K, max.
  • Standschub 8.000 kp
  • mit Nachbrenner : 10.000 kp
  • mit Nachbrenner max. : 11.000 kp
Ljulka AL-21 F 3

Schleudersitz: Swedzda K-36DM 2

Verwendung in Luftfahrzeug

Su 22, MiG 29, JAK´s, RG Buran

Herstellerfirrna

Swedzda (UdSSR)

Verwendungzeit

1974 bis heute

Gewicht

120 kg

Temperaturbereich

-50 °C bis +70°C

Beriebsbereich

0-25000 m / 0-1300 km/h

Beschleunigung max.

20 G

Beschleunigungsstufen

2 (je 0,2 sec.)

Ausschußhöhe

80 m bis 100 m

Antriebsart

Pyrotechnik

Betriebsart

Vollautomatisch

Breite / Höhe

0,57 m / 1,24 m

Schleudersitz Swedzda K-36DM 2 der Suchoj SU-22 M-4 (Jagdbomber)
Suchoj SU 22

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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