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Wiatrakowce Virtus: polnischer Tragschrauber / Autogyro des Designers John Romaniak

Wiatrakowce Virtus: polnischer Autogyro des Designers John Romaniak

WAS IST EIN GYROCOPTER ?

Erfunden wurde der Tragschrauber von dem Spanier Juan de la Cierva, der sein Fluggerät AutoGyro nannte. Ein Tragschrauber - auch Gyrocopter genannt - ist ein Drehflügler und ähnelt in seiner Funktionsweise einem Hubschrauber. Hier wird jedoch der Rotor nicht durch ein Triebwerk, sondern durch den Fahrtwind mittels Autorotation in Drehung versetzt. Der Auftrieb wird wie bei einem Hubschrauber durch die Bewegung des Rotorblattes gegenüber der umgebenen Luft erzeugt. Der Vortrieb erfolgt wie bei einem Flugzeug durch ein hinten befindlichs Propellertriebwerk. Der Motor bewegt nur den Propeller und dient ausschließlich dem Antrieb. Sogar bei einem Motorausfall stürzt der Gyrocopter nicht ab, sondern schwebt ähnlich einem Ahornsamen ganz langsam zu Boden.

EIGENSCHAFTEN:

Der Gyrocopter hat eine Höchstgeschwindigkeit von 185km/h und eine Reisegeschwindigkeit von 160 km/h. Ab 30km/h Gegenwind kann der Gyrocopter in der Luft wie ein Hubschrauber auf der Stelle stehen. Nur 120 Meter reichen als Startrollstrecke aus, zum Landen benötigt er 0 bis 20m. Der Gyrocopter kann bei wirtschaftlicher Reisegeschwindigkeit und 500 km Luftlinie ca. 4 Stunden in der Luft bleiben. Der Gyrocopter ist im Prinzip unempfindlich gegenüber Wind- und Wetterbedingungen, selbst bei Sturmgeschwindigkeiten von 70-90 km/h. Es gibt Tragschrauber, die schon über die Alpen geflogen sind und mit einem Turbomotor beträgt die Dienstgipfelhöhe etwa 4.550 Meter.

VORTEILE:

  • Kein Überziehen möglich
  • Kein Trudeln
  • Minimale Startstrecke (10 bis 70m)
  • Praktisch keine Landestrecke erforderlich
  • Extremer Langsamflug möglich
  • Minimale Rüstzeiten
  • Einfacher Transport
  • Minimaler Stellplatz erforderlich
  • Auch bei Starkwind und Turbulenzen hoher Komfort mit größtmöglicher Sicherheit
  • Großes Geschwindigkeitsspektrum
  • Gegenüber einem Hubschrauber liegen die Betriebskosten bei etwa 10%

SICHERHEIT:

Der Gyrocopter ist ein sehr sicheres Fluggerät mit stabilen Flugeigenschaften. Selbst bei einer Windstärke von 50 km/h kann ein Gyrocopter ohne Probleme sicher landen. Da der Rotor nur durch den Luftstrom passiv angetrieben wird, ist er mechanisch gering belastet und kann somit auf ein kompliziertes und teures Getriebe verzichten. Selbst ein Antriebsausfall ist kein Problem für den Tragschrauber, einen Strömungsabriss gibt es nicht, weil sich der Rotor weiter dreht. Durch die Autorotation des Rotors lässt sich ein Gyrocopter daher immer sicher landen. Der Rotor holt sich seine Umdrehungsgeschwindigkeit aus dem Fahrtwind, das heißt der Rotor wird passiv angetrieben. Ein Stillstand oder Drehzahlverlust des frei drehenden Rotors kann bei einem Triebwerksausfall niemals eintreten.

AUTOROTATION:

Als Autorotation bezeichnet man das nur durch Luftströmung (Fahrtwind) erzeugte freie rotieren eines Rotors oder Flugkörpers. Die Rotorblätter setzen die Energie des Luftstroms dabei in einen dynamischen Auftrieb um, vergleichbar mit den Tragflügeln eines Starrflügel-Flugzeugs. Bei einem Tragschrauber dient somit ein antriebsloser Rotor der Erzeugung des Auftriebs anstelle von festen Tragflächen. Der Vortrieb erfolgt durch einen Heckmotor mit Propeller. Das Flugverhalten eines Gyrocopter im Sinkflug ist auf die Rotationsbewegungen eines Ahornsamens zurückzuführen. Egal aus welcher Position und Richtung ein Ahornsamen losfliegt, nach einem kurzen Sturzflug geht er in eine spiralförmige bzw. schraubenförmige Rotationsbewegung über und sinkt auf diese weise langsam zu Boden.

 

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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