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ILA 2008

- Internationale Luftfahrtausstellung -

Douglas C-47 B Dakota: Der Rosinenbomber steht für Rundflüge nahe Berlins zur Verfügung

Douglas C-47 B Dakota:  Der Rosinenbomber steht für Rundflüge nahe Berlins zur Verfügung

Die Douglas DC-3 ist ein Flugzeug der Douglas Aircraft Company, von denen einige noch heute kommerziell eingesetzt werden. Einen hohen Bekanntheitsgrad in Deutschland erhielt die DC-3 als „Rosinenbomber“ während der Berliner Luftbrücke. Das Flugzeug zeichnete sich vor allem durch Sicherheit, Robustheit und hohe Wirtschaftlichkeit aus. Bei den amerikanischen Streitkräften trug die Maschine die Bezeichnung C-47 Dakota. Den Erstflug hatte die Douglas DC-3/C-47 in 1935, die Indienststellung begann 1936. Während der Produktionszeit von 1936 bis 1952 wurden über 10.000 Stück gebaut, zuzüglich knapp 5.000 Lizenzbauten. Ferner wurde die DC-3 unter der Bezeichnung Lissunow Li-2 auch in der Sowjetunion in Lizenz gefertigt, allerdings mit russischen Motoren geringerer Leistung und mit leicht verkürzten Flügeln.

Douglas C-47 B Dakota: Rosinenbomber für Rundflüge

Technische Daten:

Douglas DC-3: “Rosinenbomber” anläßlich der Berlin-Blockade Douglas C-47 “Dakota” C-47D Skytrain - US-Militärversion der zivilen DC-3 C-47 Dakota
(Duxford 2006)

Spannweite

28,96 m

Länge

19,63 m

Höhe

5,16 m

Kabinenlänge

9,14 m

Max. Kabinenbreite

2,34 m

Max. Kabinenhöhe

2,00 m

Flügelfläche

91,62 m²

Flächenbelastung

125 kg/m²

Max. Tankkapazität

3,800 Liter

Max. Startgewicht

11.430 kg

Leergewicht

8.030 kg

Max. Nutzlast

2.995 kg

Max. Zuladung

3.395 kg

Höchstgeschwindigkeit

380 km/h

Max. Reisegeschwindigkeit

345 km/h

wirtschaftl. Geschwindigk.

315 km/h 

Landegeschwindigkeit

125 km/h 

Landerollstrecke

1.400 m

Max. Steigleistung

5,6 m/s

Max. Flughöhe

6.675 m

Max. Reichweite

2.408 km

Max. Passagiere

32 max.

Frachtvolumen (Bulk)

3,48 m³

Besatzung

Triebwerke

P&W R-1830-92 Twin Wasp

alternatve Triebwerke

Wright Cyclone R-1820-G2

Triebwerksanzahl

2

Leistung

1.217 Ps

Propellerblätter

3

Propellerdurchmesser

3,50 m

vergleiche > > Douglas DC-6
(ILA 2006) Lissunow Li-2 (Nato-Code = Cab): Lizenzversion der US-amerikanischen Douglas DC-3 DC-4 "Skymaster"
(ILA 2000)                

Douglas C-47 Dakota:  Der Rosinenbomber steht für Rundflüge nahe Berlins zur Verfügung

Beschreibung:

Die DC-3, gebaut in Ganzmetall ohne Druckkabine, besitzt eine maximale Abflugmasse von 11.430 kg, eine maximale Nutzlast von 2.995 kg bei einer Douglas G 47-B-Dakota 4 Treibstoffkapazität von 3.000 Liter. Sie wurde als freitragender Tiefdecker konzipiert. Das Leitwerk ist ebenfalls eine freitragende Normalbauweise in Ganzmetall. Das Flugzeug hat ein starres Heckspornrad, während die Haupträder einziehbar sind.

Angetrieben wird der Tiefdecker von zwei Pratt & Whitney R1830-90 Doppelsternmotoren mit je 14 Zylindern. Jeder Motor leistet 1.200 PS. Damit erreicht die DC-3 eine Höchstgeschwindigkeit von 346 km/h und eine Reiseleistung von 300 km/h. Ihre Dienstgipfelhöhe liegt bei 6.680 m, ihre maximale Reichweite (voll beladen) beträgt 800km. 

Die Militär-Version ist die C-47, die unter dem Namen "Dakota" bekannt wurde.

In Deutschland erlangte die DC-3 / DC-47 anläßlich der Flüge der Alliierten bei der Luftbrücke nach Berlin Berühmtheit. Damals landeten im 3-Minutentakt DC-3 und DC-4 Flugzeuge primär auf dem Flugplatz Tempelhof. Viele Piloten verlohren dabei ihr Leben.

Geschichte der DC-3 (allgemein):

Die Wiege der DC-3 steht in Kalifornien (Los Angeles). Die DC-3 entstand 1935 als Weiterentwicklung der DC-2 mit Schlafkojen. Schon kurz nach ihrem Erstflug im Dezember 1935 wurde sie zum verbreitetsten Verkehrsflugzeug der USA und später auch weltweit.

Unmittelbar vor dem 2.Weltkrieg bestritt allein die DC-3 Flotte den größten Teil des gesamten Flugverkehrs in den USA. Es gab kaum eine Fluggesellschaft, die sich nicht einer DC-3 bediente. Es stellte sich heraus, dass die Ausführung für Tagespassagiere das meiste Interesse fand. Diese Version wurde deshalb bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges in großer Serie hergestellt.

Der 2. Weltkrieg brachte eine gewaltige Steigerung der Produktionszahlen dieses Flugzeuges. Bis Kriegsende waren nicht weniger als 12.900 Einheiten gebaut worden. Ein Rekord, der von keinem anderen Transportflugzeug erreicht wurde. Die militärischen Versionen führten die Bezeichnung C-47 "Skytrain" (Frachttransporter mit verstärktem Kabinenboden), C-53 "Skytrooper" (Truppentransporter vor allem zum Absetzen von Fallschirmjägern) und R-4 D (Transporter für die USA-Marine).

Nach dem 2. Weltkrieg überfluteten Tausende überzählige C-47 und andere militärische Varianten den zivilen Markt und fanden bei Luftfahrtgesellschaften in aller Welt für Passagier- und Frachttransport und sonstige Aufgaben reißenden Absatz.

Nach dem Krieg führten auch Modernisierungsversuche zur Turbo-DC-3. Damit erreichte die Maschine 400 km/h Höchstgeschwindigkeit, bei einer Dauergeschwindigkeit von 330 km/h. Die Gipfelhöhe konnte ebenfalls auf 7.600m gesteigert werden, ferner die Reichweite auf 3.300km. Es ist unmöglich, hier alle Änderungen aufzuzählen, die damals an der DC-3 durchgeführt wurden. Sie betrafen im allgemeinen nur den Einbau verschiedener Triebwerkstypen, einschließlich Propellerturbinen, wechselnde Form der Kabinenfenster und die Anordnung der Sitze und Einrichtung. Die meisten der jetzt noch eingesetzten Maschinen sind vom Typ DC-3C, einer strukturell verstärkten Version der C-47 Skytrain oder Dakota aus den Kriegsjahren.

Verschiedene Unfälle beschädigten in jener Zeit den Ruf des Flugzeuges vorübergehend. Einige dieser Unfälle wurden zweifellos durch Überladung verursacht. Die Tragfähigkeit der DC-3 wurde werksseitig mit 28 bis 32 Passagieren angegeben. Aus unterentwickelten Ländern wurden jedoch haarsträubende Fälle bekannt, nach denen in manche Maschine mehr als die doppelte Anzahl "gepfercht" wurden. Der erfolgreiche Einsatz bei der Berliner Luftbrücke verdrängten allmählich den schlechten Ruf. Außerdem relativieren sich die Vorfälle, wenn man die große Stückzahl der gebauten Maschinen bei der Betrachtung berücksichtigt. Fast alle Flüge verliefen ohne Zwischenfälle, so dass man von einer sehr zuverlässigen Maschine reden muß.

Von der DC-3 wurden etwa 2.000 Lisunov Li-2 als Lizenzbau der Sowjetunion und weitere 450 in Japan unter der Bezeichnung L2D2 gebaut.

Bis heute ist das Flugzeug insbesondere in Südamerika und Afrika noch täglich im Liniendienst im Einsatz oder wird als Transporter benutzt. In Europa werden einige Nostalgiemaschine für Rundflüge eingesetzt. 

C-47 Dakota: Der Rosinenbomber steht für Rundflüge nahe Berlins zur Verfügung
Douglas C-47: Der Rosinenbomber steht für Rundflüge nahe Berlins zur Verfügung
Douglas DC-3: Cockpit des Flugzeugs der Douglas Aircraft Company
Douglas DC-3: Flugzeug der Douglas Aircraft Company

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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