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ILA 2008

- Internationale Luftfahrtausstellung -

Bücker Bü 131 Jungmann: eines der bekanntesten deutschen Traditionsflugzeuge im Zweiten Weltkrieg

Bücker Bü 131 Jungmann: eines der bekanntesten deutschen Traditionsflugzeuge im Zweiten Weltkrieg

Die Bücker Bü 131 Jungmann war das erste Flugzeug der Firma Bücker Flugzeugbau, die in Johannistal bei Berlin ab 1932 produzierte. Die Flugzeug ist ein offener verspannter Doppeldecker mit Normalleitwerk. Der Erstflug fand im April 1934 statt. Die Serienversion wurde an Flugschulen und in der neu entstandenen Luftwaffe eingesetzt, wo das Flugzeug wegen seiner Wendigkeit und Kunstflugtauglichkeit zu einem der Standard-Schulflugzeuge wurde.

Bücker 131 Jungmann: eines der bekanntesten deutschen Traditionsflugzeuge im Zweiten Weltkrieg

Technische Beschreibung:

  • Rumpf:
    Stahlrohr-Konstruktion, der Rumpfrücken ist aus Holz aufgebaut, Formleisten ebenfalls aus Holz. Mit Ausnahme des vordersten Rumpfsegmentes das mit Blechen verschalt ist, wurde der Rest des Rumpfes mit Stoff bespannt. Die Fahrwerksbeine bestehen aus der tragenden Stahlrohr-Konstruktion die mit Holz-Formteilen aerodynamisch gestaltet und mit Stoff bespannt wurde.
  • Leitwerk:
    Konstruktion mittels feiner Stahlröhrchen die ebenfalls mit Stoff bespannt wurden. Das Höhenleitwerk ist gegen das Seitenleitwerk abgestrebt.
  • Flügel:
    Zweiholmige Holzkonstruktion mit Stoff bespannt. Querruder am oberen und unteren Flügel. Streben aus Metall.
  • Motor:
    Hirth HM 504 A-2 - Entwicklungsfirma Ing. Hellmuth Hirth, Stuttgart-Feuerbach, D - Herstellerfirma: Hirth-Flugzeugmotorenwerk, Stuttgart-Zuffenhausen, D - Luftgekühlter 4-Takt-Motor, 4 Einzelzylinder, hängend in Reihe angeordnet - Rückenflugvergaser, mechanischer Höhenkorrektor - Zylinderbohrung 105 mm - Kolbenhub 115 mm - Hubvolumen 3.984 Liter - Verdichtungsverhältnis: 6:1 -
Bücker Jungmann: eines der bekanntesten deutschen Traditionsflugzeuge im Zweiten Weltkrieg

Technische Daten:

Bücker Bü 131 Jungmann Bücker Bü 131 Jungmann

Hersteller

Bücker

Baumuster

Bü 131B Jungmann

Baujahr

1937

Bauart

einstielig verspannter Doppeldecker

Abmessungen:

.

Spannweite

7,40 m (oben und unten)

Flügelfläche

13,5 m²

Länge

6,62 m

Höhe

2,25 m

Gewichte:

.

Leergewicht

390 kg

Zuladung

290 kg

Fluggewicht

680 kg max.

Tankinhalt

87 Liter

Antrieb:

1 x Hirth HM 504 A 2

Art

4-Takt Reihenmotor, luftgekühlt

Leistung

105 PS

Zylinder

4, hängend

Zylinderbohrung

105 mm

Kolbenhub

115 mm

Hubvolumen

3.985 Liter

Verdichtungsverhältnis

6:1, keine Aufladung

Propeller:

Heine (Holzpropeller)

    Durchmesser

2,10 m

Leistungen:

.

Höchstgeschwindigkeit

350 km/h

Reisefluggeschwindigkeit

170 km/h

Minimalgeschwindigkeit

82 km/h

Dienstgipfelhöhe

ca. 3.000 m

Steigleistung

3,2 m/sec - 3.8 m/sec.

Treibstoffverbrauch

24 Liter/Std.

Max. Flugdauer

3,8 Std. bei Reisegeschwindigkeit

Reichweite

650 km

Startlänge

ca. 130 m (je nach Startbahn)

Landelänge:

ca. 120 m (je nach Landebahn)

.

.

Bü 131 Jungmann: eines der bekanntesten deutschen Traditionsflugzeuge im Zweiten Weltkrieg

Beschreibung: 

Der Bücker Jungmann war das erste Flugzeug der jungen, 1932 in Johannistal (Berlin) gegründeten Firma Bücker Flugzeugbau G.m.b.H. (andere Quellen geben Oktober 1933 als Gründungsdatum der Firma Bücker an). Der konventionelle Doppeldecker wurde unter der Leitung des schwedischen Chefkonstrukteurs Anders J. Andersson entworfen. Zeichnungen und Berechnungen dazu hatte er mitgebracht. Sie waren in seiner Freizeit zusammen mit dem Flugingenieur Gösta B. Rytta entstanden.

Der Prototyp Bü 131 V-1 (D3150) startete am 27. April 1934 zum Erstflug und war mit einem Hirth HM60R Reihenmotor ausgerüstet, der eine Leistung von 80 PS (60kW) hatte.

Die erste Serienversion Bü 131A, mit der gleichen Motorisierung wie der Prototyp, war bereits äusserst erfolgreich und wurde für zivile Flugschulen als auch für die neu entstandene Luftwaffe produziert. Bei der Luftwaffe wurde der Bücker Jungmann als Standard-Grundschulflugzeug eingesetzt. Um die benötigten Flugzeuge herstellen zu können mussten grössere Fabrikationsanlagen gebaut werden. Bücker erstellte 1935 im Berliner Vorort Rangsdorf ein neues Werk.

Hier wurde dann mit der Produktion der stärkeren Bü 131B begonnen. Die stärkere Motorisierung war dann auch die wesentlichste Änderung gegenüber dem A-Modell. Der Jungmann soll in acht europäische Länder exportiert worden sein u. a. Jugoslawien (400), Ungarn (100 - 119), Rumänien (40-150), Bulgarien (15), Spanien (100), Schweiz (zivile Maschinen und die ersten sechs der Militär-Bücker). Die Zahlen in Klammern geben die Anzahl verkaufter Maschinen an, sie unterscheiden sich je nach Quelle recht deutlich.

Die Zahl der in Deutschland produzierten Bücker Bü131 wird auf 3000 geschätzt. Insgesamt wurden weltweit um die 5000 Maschinen industriell hergestellt (Lizenzbauten eingeschlossen).

Bücker Jungmann: Traditionsflugzeuge im Zweiten Weltkrieg

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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