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- Internationale Luftfahrtausstellung -

Antonow AN-26: militärisches Transportflugzeug der ehemaligen UdSSR von 1972

Antonow AN-26: militärisches Transportflugzeug der ehemaligen UdSSR von 1972

Im Jahr 1964 begann Antonow mit dem Entwurf des militärisches Transportflugzeug An-26 auf Grundlage der An-24T bzw. An-24RT. Die Antonow AN-26 ermöglicht Flüge bei Tag und Nacht, und bei allen Wetterbedingungen. Selbst auf unbefestigten Pisten kann gelandet werden. Der wartungsarme Schulterdecker wurde in Ganzmetall-Halbschalenbauweise gefertigt. Im Rumpfhinterteil ist eine große, nach unten hin öffnende Laderampe eingebaut. 

Antonow AN-26: Transportflugzeug der ehemaligen UdSSR von 1972

Technische Daten: 

Antonow AN 26 Antonow AN-26 Antonow AN26

Hersteller

OKB Antonow

Länge

23,80 m

Spannweite

29,20 m

Höhe

8,57 m

Flügelfläche

74,98 m²

Leergewicht

15.020 kg je nach Ausrüstung

Nutzlast

5.500 kg - 6.300 kg

Startgewicht

max. 24.000 kg

Landegewicht

max. 24.000 kg

Rollgewicht

max. 24.250 kg

Antrieb

2 x Iwtschenko AI-24WT

Art

Turboprop (Propellerturbinen)

Leistung

2 x 2.820 PS

Hilfturbine (Strom)

1 x Tumanski RU-19A-300

Leistung

7,85 kN

Passagiere

39 (oder 30 Fallschirmjäger)

Besatzung

2 bis 4 (NVA: 4)

Höchstgeschwindigkeit

540 km/h

Reisegeschwindigkeit

430 km/h

Dienstgipfelhöhe

8.100 m

Reichweite

1.100 km - 2.350 km

Aktionsradius

1.200 km

Antonow AN-26 - Im Jahr 1964 begann Antonow mit dem Entwurf des militärisches Transportflugzeug An-26 auf Grundlage der An-24T bzw. An-24RT

Beschreibung:                              UdSSR, Erstflug: 1967

Im Jahr 1964 begann das O.K. Antonow mit dem Entwurf des militärisches Transportflugzeug An-26 (NATO-Code „Curl“) auf der Grundlage der Zivil-Transportflugzeuge “An-24T” bzw. “An-24RT”, die Ende 1956 entwickelt wurden. Nach der Bestätigung durch die Luftwaffe begann der Bau von Prototypen. Das Rumpfheck wurde völlig ungestaltet und mit einer Heckladerampe ausgestattet. 1967 erfolgte dann der Erstflug. 1969 wurde die AN 26 erstmals der Öffentlichkeit während des Aerosalons in Paris vorgestellt. Die Serienproduktion begann 1972.

Die Ausrüstung erlaubt Flüge bei Tag und Nacht, und bei allen Wetterbedingungen. Selbst auf unbefestigten Pisten kann gelandet werden. Das Einsatzspektrum kann fast allen Situationen angepasst werden.

Der wartungsarme Schulterdecker wurde in Ganzmetall-Halbschalenbauweise gefertigt. Im Rumpfhinterteil ist eine große, nach unten hin öffnende Laderampe eingebaut, die unter dem Kabinenboden nach vorn eingezogen wird, um das Abwerfen während des Fluges oder direktes Einladen der Fracht von einem LKW zu ermöglichen. Kleinere Fahrzeuge können direkt in den Frachtraum fahren. Andere Ladungen werden von eingebauten Fördergeräten und Winden bewegt. Beidseitig der Heckladeluke befinden sich zwei Stabilisierungsflossen zur Verbesserung der Richtungsstabilität beim Flug (siehe unten).

Der 2-holmige Tragflügel besteht aus fünf Teilen. Das Zentralteil am Rumpf und die beiden Mittelteile dienen der Aufnahme des Kraftstoffes. Das Kraftstoffsystem ist in drei Behältergruppen mit einem Fassungsvermögen von 7000 Litern unterteilt. Die Vorderkanten des Tragflügels, des Leitwerks und die Eingangsteile der Triebwerke werden mit Warmluft beheizt (Enteisungssystem). Die Steuerung erfolgt über Gestänge ohne hydrauliche Kraftverstärker.

Über das Hydrauliksystem werden u.a. das Fahrwerk, die Landeklappen, die Bremsen des Hauptfahrwerks, die Lenkung des Bugrades, die Scheibenwischer, die Heckluke, das Transportband und der untere Notausstieg betätigt.

Auf den beidseitigen Klappsitzen des Frachtraumes können Passagiere oder Fallschirmspringer transportiert werden. In kurzer Zeit läßt sich die Maschine ferner in eine Sanitätsvariante umrüsten. Es gibt auch Varianten, wo der Transport von Personen und Fracht gleichzeitig, getrennt durch eine Zwischenwand, erfolgen kann (sog. Salonvariante).

Das Bug- und Hauptfahrwerk werden nach vorne eingefahren. Das Bugfahrwerk ist steuerbar. Das Hauptfahrwerk ist mit Scheibenbremsen und Antiblockiersystem ausgestattet.

Die Triebwerke sind mit 4-Blatt-Verstellpropeller ausgerüstet und verfügen über Umkehrschub. Beim Ausfall eines der Triebwerke nimmt die betroffene Luftschraube automatisch Segelstellung ein. Das Hilfstriebwerk für die Stromversorgung über Generatoren ist im hinteren Teil der rechten Triebwerkgondel untergebracht.

Auf der linken Rumpfseite, gleich hinter dem Flugdeck, ist ein gewölbtes, blasenförmiges Beobachtungsfenster eingebaut. Es dient u.a. der Überwachung beim Absetzen von Fallschirmspringern.

Seit Beginn der Serienproduktion wurden ca. 800 Flugzeuge gebaut und ausgeliefert. 1983 begann die Volksrepublik China mit einer Lizenz-Produktion als Xian Y-14.

Die LSK/LV der NVA erhielten ab 1980 insgesamt 12 Flugzeuge des Typs An-26, die in der Transportstaffel 24 (TS 24) in Dresden zusammengefaßt wurden. Diese Staffel führte unter anderem Vermessungsflüge durch.

Die im Luftwaffenmuseum präsentierte Maschine flog bei der TS 24 mit der taktischen Nummer 369 (Werk-Nr. 11402). Nach der Auflösung der LSK der DDR wurde das Muster von der Luftwaffe nachgeflogen, um Erkenntnisse über Vermessungstechniken des Warschauer Paktes zu erlangen. Die 52+09 führte am 30. September 1990 ihren letzten Flug in der ehem. DDR durch und 1994 in der BRD, direkt zum Luftwaffenmuseum.

Antonow AN-26 - Antonow AN-26: militärisches Transportflugzeug
Antonow AN-26: militärisches Transportflugzeug von 1972
Antonow AN-26 - Cockpit
Antonow AN-26 - Laderaum

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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