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Fokker 100 SOSTAR-X: Forschungsflugzeug für Überwachungs- und Zielsuch-Radar

Fokker 100 SOSTAR-X

Beschreibung des Programms “SOSTAR-X”

SOSTAR ist die Abkürzung für “Stand-Off Surveillance and Target Acquisition Radar” etwa übersetzt "Abstandfähiges Überwachungs- und Zielsuch-RADAR”. SOSTAR-X ist der Einbau eines Experimentalsystems in ein Fokker 100-Flugzeug.

Das Programm wird von den Europäischen Nationen Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden finanziert, fasst die Aktivitäten und Technologien zum Synthetic Aperture Radar (SAR) in diesen Ländern zusammen mit dem Ziel, eine gewisse Unabhängigkeit in den eigenen Ländern und der NATO von der amerikanischen Technologie zu haben.

SOSTAR-X ist ein SAR Demonstrationssystem, das die oben angeführten Länder seit 1999 mit ihren nationalen Industrien gemeinsam entwickeln. Ziel war es die in den einzelnen Ländern vorhandenen Entwicklungen zu bündeln und mit neuesten Technologien ein zukunftsicheres System zu schaffen. Nur so waren die USA auch bereit, eine transatlantische Kooperation für den Bedarf der NATO einzugehen.

Ziel in Deutschland ist es ein SAR-System für die Anwendung im unbemannten Flugzeug EuroHawk zu haben. Aufgabenstellung ist es, auch das System im Fluge vorzustellen und die Funktion nachzuweisen.

Das SOSTAR-X ist jedoch noch kein System mit operationeller Reife. Aus Budgetgründen wurde der Schwerpunkt auf die Entwicklung der Schlüsselkomponenten Antenne und einigen bestimmenden Datenverarbeitungskomponenten gelegt.

Fokker 100 - SOSTAR-X

Das Grundmodell “Fokker 100” ist eine für ca. 100 Passagiere konzepierte 2-motorige Maschine der niederländischen Fokker Flugzeugwerke, die Ende 1986 auf den Markt kam. Der Erstflug erfolgte am 30. November 1986.

Mit der Fokker F-28 Fellowship hatte Fokker den modernen Regionaljet "erfunden" und mit der Fokker 100 verbessert. Die Fokker 100 war eine Weiterentwicklung der Fokker F-28 Fellowship, von der sie sich durch einen gestreckten Rumpf, modernere Rolls-Royce Tay Turbofan-Triebwerke, neuere Systeme und aerodynamischen Verbesserungen unterschied. Zu den zu dieser Zeit fortschrittlichen Daten zählten die geringe Lärmbelastung beim Start und bei der Landung und eine recht hohe Reichweite von über 4.000 Kilometern.

Die Fokker 100 war sehr erfolgreich. Besonders in den USA konnte man zahlreiche Maschinen dieses Typs verkaufen. Auch in Europa fanden sich zahlreiche Abnehmer, die dieses moderne Konzept des Regionaljets benötigten. Doch mit dem Konkurs der Firma 1996 verschwanden diese Flugzeuge vom Markt für Neuflugzeuge. Auf dem Markt für Gebrauchtflugzeuge blieb die Fokker 100 demgegenüber weiterhin begehrt, und stand auch noch 2005 im Einsatz. Eine verkürzte Version der Fokker 100 ist die Fokker 70.

Technische Daten:

Flugzeugname

Fokker 100

Spannweite

28,08 m

Rumpflänge

32,50 m

Länge

35,53 m

Höhe

8,51 m

Rumpfdurchmesser

3,30 m

Kabinenlänge

21,19 m

Max. Kabinenbreite

2,97 m

Max. Kabinenhöhe

2,01 m

Flügelfläche

93,50 m²

Flügelpfeilung

17.75°

Flächenbelastung

475 kg/m²

Fahrwerk (Spur)

5,04 m

Fahrwerk (Radstand)

14,01 m

Max. Tankkapazität

13.365 Liter

Max. Startgewicht

43.100 kg

Max. Landegewicht

38.780 kg

Einsatz-Leergewicht

24.590 kg

Max. Treibstoffgewicht

10.460 kg

Max. Nutzlast

11.108 kg

Höchstgeschwindigkeit

845 km/h

Max. Reisegeschwindigkeit

820 km/h (35.000 ft)

Wirtschaftl. Geschwindigkeit

745 km/h (35.000 ft)

Landegeschwindigkeit

240 km/h

Startrollstrecke

1.855 m

Landerollstrecke

1.320 m

Max. Flughöhe

10.670 m

Max. Reichweite

3.100 km (12,4t)

.

4.150 km (8.5t)

Max. Passagiere

122 (5 Reihen, 74cm)

.

107 (5 Reihen, 82cm)

Frachtvolumen (Unterflur, ges.)

17,08 m³

Besatzung

2/3

Triebwerke

RR Tay 620-15

    optional

RR Tay 650-15

Triebwerksanzahl

2

Schubkraft

6.280 kp

.

.

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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