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Airbus A 318: Dieser Airbus ist mit 117 Sitzen der Kleinste der Airbus-Familie

Airbus A 318

Technische Daten:

bessere Fotos
(ILA 2004)

Flugzeugname

A318

Spannweite

34,09 m

Länge

31,45 m

Höhe

12,56 m

Rumpfdurchmesser

3,96 m

Kabinenlänge

21,38 m

Max. Kabinenbreite

3,70 m

Max. Kabinenhöhe

2,22 m

Flügelfläche

122,4 m²

Flügelpfeilung

24,96 Grad

Flächenbelastung

502 kg/m²

Fahrwerk (Spur)

7,59 m

Fahrwerk (Radstand)

10,26 m

Max. Tankkapazität

23.860 Liter

Max. Rollgewicht

59.421 kg

Max. Startgewicht

59.012 kg

Max. Landegewicht

56.020 kg

Einsatz-Leergewicht

38.896 kg

Max. Nutzlast

11.068 kg

Max. Zuladung

13.993 kg

Höchstgeschwindigkeit

0.82 Mach

Max. Reisegeschwindigkeit

850 km/h

Wirtschaftl. Geschwindigkeit

820 km/h (37.000 ft)

Startrollstrecke

1.490 m

Max. Reichweite

2.780 km - 6.000 km

Passagiere

117 (81cm Bestuhlung)

Max. Passagiere

129

Frachtvolumen (Unterflur, gesamt)

21,2 m³

Besatzung

2

Triebwerke

CFM56-5B (optional)

Triebwerksanzahl

2

Schubkraft

9.980 kp

Airbus A 318

Beschreibung dieser Maschine: Der Airbus A-318 ist der kleinste Vertreter der A-320-Familie. Zu dieser Familie zählen: A-318, A-319, A-320 und A-321. Dieser Airbus A318 wurde auf der ILA 2002 erstmals der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Er ist speziell als Kurzstreckenverkehrsflugzeug geplant worden.

Beschreibung:

Beim Besuch im Cockpit fällt der "Sidestick" auf, mit dem der Pilot das Flugzeug elektronisch steuert, gewissermaßen "aus dem Handgelenk". Diese Fly-by-wire-Technologie kam bei der A-320 erstmalig zum Einsatz. Die schwarzen Displays haben Multifunktion; können also mehrere gewünschte technische Informationen anzeigen. In der Mitte der waagerechten Konsole sehen Sie die etwas größeren schwarzen Räder, mit denen die “Trimmung” des Flugzeuges reguliert wird. Die Trimmung dient dazu, um das Flugzeug bei einer bestimmten Geschwindigkeit und Windrichtung so einzustellen, dass es immer horizontal geradeaus fliegt, ohne das Lenkrad oder den Steuerknüppel betätigen zu müssen.

Technische Beschreibung des A 320: Der Airbus A-318 zählt zur A-320-Familien

Der A320 ist ein Tiefdecker mit zwei unter den Flügeln aufgehängten Triebwerken. Auch der A320 weist einen kleinen, hochbelastbaren Flügel mit hoher Streckung auf. Der Tragflügel besitzt drei Holme. Zwei der Holme sind durch einen zentralen Flügelkasten dabei in die Struktur des Rumpfes integriert ausgeführt. Die Flügel hat eine Pfeilung von 25º und 5º 6' 36" V-Stellung. Das Höhenleitwerk hat 6º V-Stellung. Jeder Tragflügel hat fünf Vorflügelsegmente, zwei Fowlerklappensegmente und fünf Spoiler, die je nach Flugzustand für die Verringerung des Auftriebs, der Unterstützung der Querruder, als Böen-Ausgleichssystem und als Luftbremsen verwendet werden.

Sein Zwei-Mann-Cockpit ist für Allwetter-Landungen der Kategorie IIIb zugelassen und weist eine neue Art der Steuerung auf. Leitwerke, Querruder, Spoiler und Trimmung, Vorflügel wie auch Klappen werden elektrisch betätigt.

Das automatische Flugsystem des A320 wird mit Hilfe des neuartigen Sidesticks gesteuert, der ein völlig neues Merkmal von Zivilflugzeugen darstellt. Er befindet sich auf der Seitenkonsole. Durch Betätigung des Sidesticks gibt der Pilot elektronische Daten in die Computer des Flugsystems ein, die einen wirtschaftlichen und sicheren Flug gewährleisten. Wird der Sidestick beispielsweise ganz nach hinten gezogen, geht der A320 automatisch in den Steigflug mit voller Schubkraft und Höchstauftrieb über, wobei ein “Überziehen” autom. verhindert wird. Man bezeichnet dies auch als "Fly-by-wire". Das System besteht aus insgesamt fünf sich gegenseitig überwachenden Computern. Querruder, Höhenruder, Seitenleitwerk, Spoiler, Vorflügel und Landeklappen werden direkt durch das Fly-by-wire System überwacht. Die Höhenrudertrimmung und das Seitenruder sind ebenfalls vom Fly-by-wire System gesteuert.

Das Bordnetz wird von zwei Drehstromgeneratoren versorgt. Diese Generatoren werden von den Triebwerken angetrieben. Für den autarken Betrieb ohne laufende Triebwerke gehört ein Hilfstriebwerk zur Serienausstattung, das ebenfalls über einen Generator verfügt. Es befindet sich am Rumpfende.

Es gibt drei voneinander unabhängige Hydrauliksysteme. Zwei davon werden durch jeweils ein Triebwerk angetrieben, wobei es auch eine elektrische Pumpe für Operationen am Boden gibt (z.B. die Türen der Frachträume). Das dritte System wird elektrisch angetrieben.

Zur Gewichtseinsparung wird beim A320 in umfangreichem Maße von Verbundwerkstoffen aus Kunstharzen und Verstärkungen aus Kohle- oder Kevlar-Fasern Gebrauch gemacht. Das gesamte Leitwerk an sich besteht, wie ein Großteil der Klappen, aus kohlefaserverstärktem Kunststoff. Der A320 war das erste zivile Serienflugzeug, bei dem dieser Werkstoff für das gesamte Leitwerk verwendet wurde.

Das Fahrwerk ist hydraulisch ein- und ausfahrbar. Sowohl das nach vorn einzieh- und steuerbare Bugrad als auch das zum Rumpf einziehbare Hauptfahrwerk ist mit je einem Zwillingsreifen und gasunterstützten hydraulischen Stoßdämpfern ausgerüstet. Alle Räder verfügen über Scheibenbremsen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff.

Als einer der größten Vorteile der A320-Familie gilt die so genannte Familien-Kommunalität. Sie erstreckt sich über viele Bereiche, etwa bei der Konstruktion selbst oder bei der Bedienung. Einige Systeme der verschiedenen Flugzeugtypen sind identisch, um damit bei der Wartung und bei der Pilotenausbildung Kosten einzusparen.

Der A320 ist das 1. vollkommen computerisierte Passagierflugzeug. Die fortschrittliche Systemtechnologie wird beim Anblick des Flugdecks sofort deutlich. Große Displays geben den Piloten umfangreichere Informationen als die herkömmlichen Instrumente. Die Daten werden automatisch oder manuell entsprechend der Flugphase oder den Umständen angezeigt oder abgerufen. Ein zentralisiertes Betriebsstörungsdisplay überwacht ständig die Flugzeugsysteme, indem es Diagnosedaten sammelt. Eventuell auftretende Probleme werden automatisch im Cockpit angezeigt. Ein Zugriff auf die Daten ist auch nach dem Flug möglich. Außerdem können sie an die Bodenstation gesendet werden.

Airbus A 318

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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