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ILA 2006 

Internationale Luftfahrtausstellung

North American T-28 B Trojan: Die T-28 Trojan ist ein Trainingsflugzeug für angehende Militärpiloten der USA

T-28 B Trojan

Die kunstflugtaugliche T-28 Trojan ist ein von North American Aviation produziertes Trainingsflugzeug. Auf die Ausschreibung für ein Nachfolgemuster des Grundschulflugzeugs T-6 "Texan" (in England "Harvard" genannt) erhielt der Hersteller North American den Auftrag zur Konstruktion zweier Prototypen XT-28, von denen die erste im September 1949 zum Jungfernflug startete.

Nach der erfolgreichen Erprobung dieser beiden Prototypen ging das Modell als T-28A mit dem Beinamen "Trojan" Ende 1949 für die US-Army in Serie. In dem freitragenden Tiefdecker mit Einziehfahrwerk und Wright-Sternmotor konnten Fluglehrer und Schüler in einer geschlossenen Kabine hintereinander sitzen.

Ab 1954 wurde die T-28B produziert. Sie bekam den stärkeren Wright R-1820-26 Motor von 1425 PS. Später gab es diverse Varianten, wie zum Beispiel die T-28C als Flugzeugträgerversion, die T-28D, als umgearbeitete A-Version mit einem Wright R-1820-56S Motor und "Nomad" genannt, und eine in Frankreich modifizierte Version, die "Fennec".

Bis in die 60erJahre wurden insgesamt ca. 1.190 Einheiten in verschiedenen Ausbaustufen gefertigt und auch an Luftstreitkräfte mehrer anderer Nationen verkauft. Die Maschine diente unter anderem zur Trägerausbildung und war im Kongo und in Vietnam im Einsatz.

Anfang der 60er Jahre wurden drei Turboprop-Versionen für die USAF mit der 2.479 Ps starken Lycoming-Turbine T55 gebaut. Die erste Maschine flog ab Februar 1963, stürtzte aber im März ab. Das Testprogramm lief mit den beiden anderen Prototypen weiter, das Ergebnis wurde allerdings nicht akzeptiert. Außerdem war das Zeitalter der Düsenflugzeuge nicht aufzuhalten.

Heute fliegen noch zahlreiche Maschinen, die häufig auf Airshows anzutreffen sind.

Technische Daten: 

North American T-28 C Trojan T-28A Trojan T-28B Trojan North American T-28S Fennec

Länge

10,6 m

Spannweite

12,22 m

Höhe

3,86 m

Flügelfläche

24,9 m²

Antrieb

Wright R-1820-26 Cyclone

Art

Sternmotor

Leistung

1425 Ps

Max. Geschwindigkeit

ca. 550 km/h

Dienstgipfelhöhe

ca. 11.800 m

Reichweite

ca. 1.700 km

Leergewicht

2.914 kg

Höchstes Abfluggewicht

3.856 kg kg

T-28 Trojan

Die T-28 Trojan der “Flying Bulls” von Red Bull: (Quelle: Red Bull)

Diese kunstflugtaugliche North American T-28B, Baujahr 1954, stand bis 1965 in Washington D.C. bei der US-Navy als Trainer im Einsatz. Anschließend wurde sie an einen privaten Halter nach Texas verkauft und von diesem restauriert. Mitte der 80er Jahre wurde die Maschine von Sigi Angerer, dem späteren Chefpiloten der Flying Bulls, auf seiner Suche nach einem leistbaren Oldtimer in Oklahoma City aufgespürt und nach zäher Verhandlung erstanden. Zur Vorbereitung des Seetransportes nach Europa musste Angerer die T28B zunächst nach Chino/Kalifornien fliegen, wo sie zerlegt und in einen 40-Fuß-Container verladen wurde. Der gelangte mit dem LKW in den Hafen von Galvestone/Texas und von dort weiter mit dem Schiff nach Hamburg.

Nach der Ankunft in Europa führte der Weg nach Basel zur Firma Jet Aviation, wo man die T28B wieder zusammenbaute. Noch mit amerikanischem Kennzeichen versehen landete sie 1987 in Innsbruck, ihrer neuen Homebase. Im Frühjahr 1988 wurde sie in das österreichische Luftfahrzeugregister eingetragen, seit 2001 befindet sie sich in Salzburg.

Dieses Flugzeug war der Beginn und die Keimzelle der Sammlung flugfähiger historischer Flugzeuge von Red Bull. Gemeinsam mit den anderen Exponaten der Flying Bulls ist die T-28B im Hangar 7 am Salzburg Airport zu bewundern – und natürlich auf vielen großen Airshows immer wieder auch in der Luft.

North American T 28 Trojan

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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