Lexikon der Flugzeuge

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Stampe S.V. 4C: von Jean Stampe und Maurice Vertongen gebaut

Stampe S.V. 4C
Flugansicht
(ILA 2004) Flugansicht
(ILA 2006) Cockpit
(Fürstenwalde 2004) weitere STAMPE
(ILA 2004) Stampe-Parade
(ILA 2002)

Technische Daten: betr.: Grundversion - Erstflug: 1933

Besatzung

2

Abmessungen:

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Länge

6,90 m

Höhe

2,60 m

Spannweite

8,40 m

Gewicht:

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max. Startgewicht

ca. 800 kg

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Leistungen:

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Geschwindigkeit

ca. 200 km/h

max. Reichweite

600 km

Dienstgipfelhöhem

ca. 5.000 m

Antrieb:

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Motor

1 x DeHavilland Gipsy Major 10

Motorart

Kolben-Reihen-Motor

Motorleistung

ca. 140 Ps

Beschreibung: 

Die Stampe gilt als Gegenstück zum Bücker-Doppeldecker. Die Designanleihen, die die beiden Konstrukteure bei der De Havilland “Tiger Moth” aber eben auch der Bücker 131 nahmen, sind unübersehbar. Trotzdem ist die Stampe SV.4, deren Konstruktionsbeginn ins Jahr 1933 zurückreicht, eine eigenständige Entwicklung.

Sie wurde 1933 von den Belgiern Jean Stampe und Maurice Vertongen als kleiner 2-sitziger Trainer konstruiert. In den nächsten Jahren ging es nur langsam aufwärts, weil die Produktion während des zweiten Weltkriegs fast zum Erliegen kam. Erst im Dezember 1944 nahm die Firma SNCAN in Frankreich Produktion neu auf und baute später 1.400 Stück für die Armee. 

Die S.V.4A wurde vom französischen Motor “Renault 4-PO1” mit 130 Ps angetrieben und hatte ein Luftdruckanlassersystem. Einige Stampes haben ein modifiziertes Öl- und Benzinsystem für Rückenflug, bzw. Kunstflug.

Die auf der ILA ausgestellten flugfähigen Exponate sind alle Baujahr 1946/1947 und wurden von dem französischen Militär als Schulflugzeug und Kunstflugtrainer eingesetzt. Sie werden von einem Original Renault Motor (ca. 140 PS) angetrieben. Alle haben einen Holzpropeller (z.T. Merville 745), so dass sie auf eine Reisegeschwindigkeit von ca. 150 km/h kommen. Weltweit gibt es noch rund 250 flugfähigen Exemplaren

Dieser Typ flog für etwa 10 Luftwaffen der Welt und viele zivile Betreiber nutzten ihn. Er ist bis dato eines das Lieblingsflugzeuge der Oldtimer-Kunstflugpiloten.

 

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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