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Hubschraubermuseum
Bückeburg

- Hubschrauber und Tragschrauber im Museum Bückeburg -

Sikorsky S-58 - H-34 G-III: In der BRD wurde der Hubschrauber als H-34 G eingeführt

Sikorsky S-58 - H-34 G-III: In der BRD wurde der Hubschrauber als H-34 G eingeführt

Mit mehr als 2800 produzierten Exemplaren (einschliesslich der Nachbauten) gehört die Sikorsky S-58 zu den meistgebauten Hubschraubern. Bei der Bundeswehr waren 121 Maschinen als leichte Transport- bzw. SAR-Hubschrauber von 1957-1975 im Dienst. Die Rotorblätter konnten zusammengeklappt und der Heckstummel angeklappt werden (kleinste Länge 11,28 m).

Technische Daten:  Erstflug: 8.03.1954

Curtiss-Wright R. 1820-84 - Sternmotor Sikorsky UH-34D Seahorse Sikorsky H-34
(Luftwaffenmuseum)

Hersteller

Sikorsky Aircraft Div.

Besatzung

2

Passagiere

12 oder 8 Tragen

Triebwerk

1 x Curtiss Wright 989 C9 HE2

Art

Sternmotor, luftgekühlt

Zylinder

9

Leistung

1.425 Ps

max. Geschwindigkeit

209 Km/h

Reisegeschwindigkeit

165 Km/h

Gipfelhöhe

2.925 m

Reichweite

535 Km

Länge

14,36 m

Breite

1,73 m

Höhe

4,32 m

Rotordurchmesser

17,07 m

Rotorblattanzahl

4-Blatt

Leermasse

3.429 Kg

Abflugmasse

6.050 Kg

Zuladung

2.150 Kg bei 200 Km Reichweite

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Sikorsky S-58 - Antrieb

Beschreibung:  

Dieser Sikorsky stellt einen Höhepunkt in der Serie von Helikoptern mit Kolbenmotorantrieb dar. Der Sikorsky S-58 / H-34 diente schon kurz nach seinem Erstflug 1954 in hohen Stückzahlen als HSS-1 bei der US-Navy und dem Marine Corps sowie als H-34 bei der US Army und Air Force. Zugleich wurde dieses Modell in zahlreichen Armeen und Konflikten eingesetzt und kann zu seinen Fluggästen sowohl amerikanische Präsidenten, als auch die britische Königsfamilie zählen. Neben zahlreichen ziviler Nutzung wurde das Muster auch im Vietnamkonflikt eingesetzt.

Als Antrieb kamen zunächst unterschiedlich starke Versionen von Wright-Sternmotoren zum Einsatz. Schließlich fiel die Entscheidung zu Gunsten des Curtiss Wright 9-Zylinder-Sternmotors, der in ungewöhnlicher Art schräg vor dem Piloten im Bug untergebracht ist. Die verbauten Sternmotoren waren eigentlich schon bei der Einführung nicht mehr Stand der Technik. Einige dieser Hubschrauber wurden deshalb später auf Gasturbinenantrieb mit dem Zwillingstriebwerk Prall & Whitney PT6T Turbo-Twin-Pac umgerüstet.

Mit einer Besatzung von 2 Mann konnten 16 Passagiere bzw. im Ambulanzeinsatz acht Verwundete auf Tragen oder auch 1350 kg Fracht befördert werden. Der Rumpf war in Ganzmetall-Halbschalenbauweise gefertigt.

Wie Zivilhubschrauber auch operierten manche militärische Varianten dieses Musters mit einer Winde oberhalb der großen Schiebetüre auf der rechten Seite im Such- und Rettungsdienst (SAR) unter Sichtbedingungen.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Hubschrauber bei Gründung der Heeresfliegerstaffeln Ende der 50er Jahre, aus denen dann Heeresfliegerregimenter wurden, als mittlerer Transporthubschrauber unter der Bezeichnung H-34 G eingeführt. Die „Wiege“ der Heeresflieger ist der heutige Standort der Heeresfliegerbrigade 3 in Mendig.

Mit seiner relativ großen Einsatzreichweite von 535 km war der H-34 G für die Bundeswehr ein ideales Luftfahrzeug, das aufgrund seiner hohen Zuverlässigkeit bei der Truppe sehr beliebt war.

Zwischen 1971 und 1973 begann die Umrüstung der Heeresflieger vom bewährten H-34 auf den größeren Sikorsky CH-53.

Der im Luftwaffenmuseum vorhandene Hubschrauber H-34 G war bei den Heeresfliegern mit der taktischen Kennung 80+34, Werk-Nr. 58-1099, im Dienst und stammt aus amerikanischer Produktion.

Auffällig ist die Ähnlichkeit der Form zur Mil Mi-4 von der UdSSR. Auch dort ist der Motor im Bug untergebracht. Es fragt sich, wer bei wem spioniert hat.

 

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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