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Hubschraubermuseum
Bückeburg

- Hubschrauber und Tragschrauber im Museum Bückeburg -

H.D. Gosslich Pedalcopter: Hubschrauber-Experiment mit Antrieb durch Muskelkraft

H.D. Gosslich Pedalcopter: Hubschrauber-Experiment mit Antrieb durch Muskelkraft

Der spätere Dipl. Ing. Hans D. Gosslich baute als Schlosserlehrling ohne aerodynamische Kenntnisse bei der Firma „Heidenreich-Harbeck" in Hamburg diesen Pedalcopter mit einem Planetengetriebe. Da die menschliche Muskelkraft nicht ausreicht, dieses Gerät in die Luft zu bringen, war zwar der Ansatz richtig, das Experiment aber zum Scheitern verurteilt.

Warum hat dieser Pedalcopter nicht abgehoben ?

Um den Pedalcopter in die Luft zu bringen, muss der Pilot mit Pedalkraft mindestens genauso viel Luft pro Sekunde beschleunigen, wie er zusammen mit dem Gerät wiegt. Das bedeutet: „Mehr als 84 m³ Luft pro Sekunde!" Wenn der Mensch das schaffen könnte, würde er eine Leistung von mindestens 1000 Nm/s =1,33 PS = 1 kW abgeben (den Luft-und Reibungswiderstand nicht mitgerechnet).

Über dieses Wissen verfügte Hans Gosslich 1949 noch nicht, da er erst danach ein Studium im Flugzeugbau begann. Er war ein Pionier der Windenergie (Pellworm-Projekt) und Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft Windenergie.

Technische Daten:

  • Typ - Pedalcopter
  • Hersteller - Hans D. Gosslich
  • Land/Baujahr - Deutschland / 1949
  • Leergewicht - 23 kg
  • Abfluggewicht - 100 kg (Pilot 77 kg)
  • Länge - 1,20 m
  • Rotordurchtnesser - ca. 2,00 m
  • Triebwerk - Muskelkraft
  • Leistung - ca. 0,22 kW (ca. 0,3 PS)
  • Plätze - 1
H.D. Gosslich Pedalcopter: Hubschrauber-Experiment mit Antrieb durch Muskelkraft

 

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