Lexikon der Flugzeuge

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Fesselhubschrauber mit Koaxialrotor und Elektromotor sollte Fesselballone ersetzen

Fesselhubschrauber mit Koaxialrotor

Der Erste Weltkrieg sorgte für eine Ruhepause. Alle wissenschaftlichen und industriellen Bemühungen konzentrierten sich darauf, die Drachenflügler zu verbessern. Trotzdem gab es immer wieder einige Konstrukteure, die sich mit den Drehflüglern beschäftigten.

Als bedeutendstes Ereignis aus dieser Zeit ist die Zusammenarbeit zwischen dem Leutnant von Petroczy und dem Wissenschaftler Professor Karman anzusehen. Sie wollten die Fesselballone durch Hubschrauber ersetzen, die jedenfalls gefesselt sein sollten, deren Verwundbarkeit aber wegen der geringen Höhe jedoch als kleiner erachtet wurde.

Die erste in Ungarn gebaut Maschine erhielt einen Elektromotor. Die Kraftübertragung zu zwei nebeneinander gelagerten, entgegengesetzt drehenden Rotoren mit je 1,4 m Durchmesser erfolgte über Riemen. Einigermaßen stabile Flugeigenschaften konnten nur mit vier Halteseilen erreicht werden.

Der nächste in Budapest gebaute Fesselhubschrauber war mit einem Koaxialrotor versehen und wurde durch drei Motoren mit insgesamt 360 PS Leistung direkt angetrieben. Mit einem Beobachter besetzt, erreichte der Fesselhubschrauber 1918 eine Höhe von etwa 50 Meter und bis zu 30 Minuten Flugdauer. Für einen Fronteinsatz konnte er nicht mehr verwendet werden.

 

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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