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GBU-12 Paveway II - Lockheed Martin: mit Laser u. GPS gesteuerte Präzisionsbombe

GBU-12 Paveway II - Lockheed Martin

Beschreibung:

Paveway (in Anspielung auf engl. pave the way, „den Weg freimachen“) ist eine Bezeichnung für eine Reihe von US-amerikanischen Präzisionsbomben. Die Paveway-Bomben sind eine Kombination aus normalerweise ungelenkten Bomben und dem namensgebenden PAVE-System (engl. precision avionics vectoring system, Präzisionsavionik-Vektorsystem).

Das Leitsystem besteht aus der Zielsucheinheit und vier kleinen Flossen am Kopf der Bombe sowie vier größeren Flossen am Heck, mit deren Hilfe die Bombe je nach Abwurfhöhe auch mehrere Kilometer gleiten kann. Die hinteren Flossen können während des Flugs zusätzlich ausgeklappt werden, wie man in der Abbildung gut erkennt. Sie erzeugen zusätzlichen Auftrieb

Die meisten Varianten verwenden ein passives Laserzielsystem, bei dem das Ziel vom Trägerflugzeug, anderen Flugzeugen oder auch Bodentruppen durch einen Laserstrahl markiert wird, den die Bombe dann zur Orientierung nutzt.

Neue Versionen benutzen zusätzlich GPS, um eine bessere Zielgenauigkeit zu erreichen, vor allen Dingen bei schlechter Sicht.

Während der Operation Desert Storm im Zweiten Golfkrieg (1991) wurden GBU-12 zum „Panzerknacken“ eingesetzt. Da durch vorbereitende Angriffe nicht „genügend“ irakische Panzer zerstört worden waren, sollten F-111F und F-15E mit je 4 bzw. 11 GBU-12 nach Sonnenuntergang irakische Artillerie- und Panzerstellungen angreifen. Vor dem kühlen Wüstensand sollten so irakische Waffensysteme mit dem Forward Looking Infra Red (FLIR) gut erkennbar sein. Diese wurden dann markiert und mit GBU-12 angegriffen.

Paveway II - Lockheed Martin

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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