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Lockheed Polaris A-3: Rakete, die von U-Booten unter Wasser gestartet wurde

Lockheed Polaris A-3

Beschreibung:

Die Polaris-Raketen waren strategische Mittelstreckenraketen, welche von U-Booten aus abgefeuert werden konnten. Die Bezeichnung SLBM steht für "Submarine Launched Ballistic Missile". Sie sind nicht mehr im aktiven Flottendienst und wurden durch die Poseidon ersetzt. Polaris Rakete

Die Entwicklung der Polaris A1 begann 1956 auf Grund der These, wonach es möglich sei, einen atomaren Sprengkopf zu bauen, der klein genug sei, um in eine U-Boot-gestützte Rakete zu passen.

Im Juli 1960 feuerte das U-Boot “George Washington” als erstes getauchtes U-Schiff eine Rakete vom Typ Polaris A1, und drei Stunden später eine zweite Rakete gleichen Typs, ab.

Am 6. Mai 1962 wurde eine Polaris A1 vom U-Boot “Ethan Allen” mit scharfem Atomsprengkopf im Rahmen der Übung „Frigate Bird“ erfolgreich auf ein Übungsziel abgefeuert. Dies war der einzige vollständige Test einer scharfen Atomrakete der USA vom Abfeuern bis zum Einschlag mit nuklearer Detonation.

Die weiterentwickelte Polaris A-2 wurde erstmals 1961 von einen U-Boot gestartet. Um eine Reichweitenerhöhung zu ermöglichen, wurde die zweite Stufe durch den Einsatz von glasfaserverstärktem Kunststoff statt Stahl für das Motorengehäuse leichter gebaut und ein energiereicherer Treibstoff verwendet.

Im Gegensatz zur Polaris A2, welche nur eine Weiterentwicklung der A1 war, ist die Polaris A3 nahezu eine komplette Neukonstuktion. Ab 1964 wurden sie auf Patrouillenfahrten mitgeführt.

Ziel war die Erhöhung der Reichweite auf 2.500 nautische Meilen, um den Pazifik als Operationsgebiet für U-Boote mit ballistischen Raketen zu erschließen und so der sowjetischen U-Boot-Abwehr im Atlantik aus dem Weg gehen zu können.

Diese erhöhten Anforderungen benötigten neue Antriebe für die Raketenstufen, eine verbesserte Flugsteuerung und Navigation, neue Durchdringungshilfen und mehr Wiedereintrittskörper.

1962 einigten sich die USA und Großbritannien in der Vereinbarung von Nassau auf die Lieferung von 80 Polaris an das Vereinigte Königreich. Zum Ausgleich erhielt die US-Marine das Recht einen U-Boot-Stützpunkt in Holy Loch bei Glasgow zu betreiben. Diese Polaris wurden mit britischen Gefechtsköpfen ausgestattet und auf U-Booten der Resolution-Klasse stationiert. Sie ersetzten die luftgestützten Blue Steel-Raketen. Mit dem Vertrag von Nassau verzichtete Großbritannien faktisch auf eine von den USA unabhängige eigenständige Atomstreitmacht.

Lockheed Polaris
Lockheed Polaris
Lockheed Polaris
Lockheed Polaris A3

 

Copyright © Lexikon der Flugzeuge und Hubschrauber von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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