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Flugzeuge und Hubschrauber im
Air and Space Museum
Washington D.C.

- Smithsonian Institution -

Heinkel He 219 A-2 Uhu: zweisitziger, propellergetriebener, zweimotoriger Nachtjäger im Zweiten Weltkrieg

Heinkel He 219 A Uhu: Nachtjäger im Zweiten Weltkrieg

Die Heinkel He 219 Uhu war ein zweimotoriger Nachtjäger der Deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Als im Jahr 1941 die in die Jahre gekommene Junkers Ju 88 und Messerschmitt Bf 110 den alliierten Flugzeugen nicht mehr gewachsen war, griff Heinkel auf das ältere Projekt eines Fernaufklärers zurück, das einen zweimotorigen Schulterdecker mit zweisitziger Druckkabine und Bugradfahrwerk vorgesehen hatte. Nach einigen Umbaute war die He 219 Anfang 1943 als Nachtjagdflugzeug fertig. Die Testpiloten waren von der schnellen und extrem wendigen He 219 V-1 begeistert.

Die He 219 war schnell und wendig und besaß eine zerstörerische Feuerkraft. Sie hatte zwei 1750 PS DB 603 Motore sowie zwei 151/20 Kanonen und ein MG 131 im hinteren Cockpit. Nach und nach erhielten die Prototypen stärkere Bewaffnung. Die fertige Version war mit dem Bordradargerät Telefunken FuG-212 "Lichenstein" C-1 ausgestattet (FuG = Funkgerät oder Funkanlage). Als erstes größeres Kampfflugzeug der Luftwaffe war die Maschine mit einem steuerbaren Bugrad und serienmäßig mit Schleudersitzen für die zweiköpfige Besatzung ausgerüstet. Die ursprünglich für zwei Besatzungsmitglieder vorgesehene Kabine der He 219 A wurde zuletzt stets mit drei Mann besetzt (Pilot, Funker und Funkmeßoperateur).

Die Heinkel He 219 war der einzige kolbengetriebene Nachtjäger der deutschen Luftwaffe, der der britischen De Havilland D.H.98 Mosquito auf gleicher Augenhöhe begegnen konnten. In den ersten 6 Einsätzen wurden 20 RAF-Bomber abgeschossen, 6 davon waren vorher fast unangreifbare “Mosquitos”. Mehr als 15 Versionen entstanden, die sich sofort als überragend erwiesen. Einige Maschinen wurden als Höhenflugzeug für Tag- und Nachteinsätze ausgeliefert.

Nach dem Krieg sind mehrere He 219 „Uhu" von den Alliierten zu Versuchszwecken geflogen worden. Der Rumpf der letzten erhaltenen Heinkel He 219 A Uhu ist im Steven F. Udvar-Hazy Center des Air and Space Museums bereits ausgestellt, während die Tragflächen noch restauriert werden. (Stand: 2010)

Heinkel He 219 Uhu: Nachtjäger

Technische Kurzbeschreibung:

  • Rumpf: Ganzmetall-Schalenbauweise - Vorderteil mit Bug und Druckkabine - Hauptteil mit drei selbstschließenden Tanks - Pilot, Funker und Funkmeßoperateur mit Schleudersitzen
  • Tragwerk: freitragender Schulterdecker in Ganzmetallbauweise - einteilig mit einem Holm - Landeklappen
  • Leitwerk: doppeltes Seitenleitwerk in Ganzmetallbauweise
  • Fahrwerk: einziehbar - einfache Bugstrebe - Hauptfahrwerk doppelt bereift
Heinkel He 219 Uhu: zweimotoriger Nachtjäger

Technische Daten:  He 219 A

Hersteller

Ernst Heinkel Flugzeugwerke AG

.

Vienna-Schwechat, Austria

Verwendung

Nachtjäger (hier von 1944)

Besatzung

2 Mann (später 3)

Länge

15,3 m

Spannweite

18,5 m

Höhe

4,1 m

Flügelfläche

44,5 m²

Flächenbelastung

340 kg/m²

Leergewicht

11.200 kg

Antrieb

2 x Daimler Benz DB 603 A

.

wassergekühlt

Art

12-Zylinder, V-Motore

Leistung

je 1750 PS

Höchstgeschwindigkeit

615 km/h

Gipfelhöhe

9.400 m

Steigfähigkeit

ca. 8,8 m/s

Reichweite

1.545 km

Bewaffnung

2 x Mk 108 Kanone (30mm)

.

5 x MG 151/20 Kanone (20mm)

Heinkel He 219: deutscher Nachtjäger
Heinkel He 219 Schaltung
Heinkel He 219 Uhu: Antrieb des Nachtjägers
Heinkel He 219 - Museum
Heinkel He 219 - Bundesarchiv, Bild 146-1972-004-32

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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