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Flugzeuge und Hubschrauber im
Air and Space Museum
Washington D.C.

- Smithsonian Institution -

Boeing 247-D: Das zweimotorige Flugzeug von 1933 gilt als eines der ersten modernen Flugzeuge seiner Art

Boeing 247-D: Das zweimotorige Flugzeug galt zu seiner Zeit als sehr fortschrittlich

Mit dem Modell 247 stellte Boeing am 8. Februar 1933 ein revolutionäres Flugzeug vor. Mit ihrem stromlinienförmigen Metallrumpf und ihrem Eindecker-Design sah die Boeing 247 ganz anders aus, als die damals noch in den Vereinigten Staaten verwendeten Maschinen. Zudem war die 247 mit einer Fluggeschwindigkeit von über 300 km/h schnell, so dass die Flugzeit zwischen der West- und Ostküste der USA stark reduziert wurde.

Die Boeing 247 war ein zweimotoriger Tiefdecker in Ganzmetallbauweise mit freitragendem Leitwerk und einziehbarem Hauptfahrwerk. Der Rumpf wurde in Halbschalenbauweise ausgeführt und bestand aus 3 Hauptsegmente. Der Passagierraum wurde durch die Durchführung der Flügelholme durch die Kabine in diesem Bereich beeinträchtigt. Ansonsten war die Kabine sehr luxuriös ausgestattet und verfügte über zehn komfortable Einzelsessel aus Plüsch. Jeder Sitzplatz hatte eine individuell regelbare Wärme- und Frischluftzufuhr, was für damalige Verhälnisse einmalig war. Die großen Fenster boten einen sehr guten Ausblick. Die trapezförmigen Tragflächen waren ebenfalls eine Ganzmetallkonstruktion und hatten 2 Holme. Das durchgehende Flügelmittelstück, das auch die beiden Motoren trug, war mit dem Rumpf integral verbunden. In den äußeren Tragflächen befand sich je ein Kraftstofftank mit ca. 500 Litern. Die Vorderflügel erhielten eine Enteisungsvorrichtung, was ebenfalls einmalig in damaliger Zeit war. Die großflächigen Querruder nahmen über die Hälfte der Flügellänge ein. Die Flügelenden trugen abgerundete Endkappen. 2 lichtstarke Scheinwerfer waren auf jeder Seite in den Flügeln integriert. Das Hauptfahrwerk wurde elektrisch nach hinten in Tragflächenunterseite eingefahren, wobei im eingefahrenen Zustand die Räder noch zu einem Drittel heraus ragten. In Notfällen konnte das Fahrwerk mittels einer Kurbel von Hand betätigt werden. Die Hauptfahrwerksräder wurden hydraulisch gebremst. Das lenkbare Spornrad konnte nicht eingezogen werden. Die Steuerung wurde mit Drahtseilen betätigt. Das Höhenleitwerk mit trapezförmigem Grundriss war eine freitragende Ganzmetallkonstruktion. Die beiden in den Flügeln integrierten luftgekühlten Sternmotore Pratt & Whitney R-1340 Wasp mit je 9 Zylindern wurden mit einem Metallring verkleidet, der widerstandsreduzierend wirkte. Das Seitenleitwerk war ebenfalls eine Ganzmetallkonstruktion. Die 10 Passagiere und 3 Besatzungsmitglieder genossen hervorragende Schallisolierung. Das Flugzeug hatte nur geringe Vibrationen. Insgesamt wurden 76 Exemplare der Boeing 247 hergestellt.

Trotz des revolutionären Auftritts der Boeing 247 verhinderte eine strategische Fehlentscheidung des Managements den kommerziellen Durchbruch. Die ersten 60 Maschinen sollten auf Grund einer Vereinbarung ausschließlich an United Air Lines geliefert werden. Die konkurrierenden Fluggesellschaften wendeten sich daraufhin an den Boeing-Konkurrenten Douglas. Diese Nachfrage führte dort zur zügigen Entwicklung der Douglas DC-3 / C-47, die später den Markt beherrschte.

Boeing 247-D: Das zweimotorige Flugzeug gilt als eines der ersten modernen Flugzeuge seiner Art

Technische Daten:

Besatzung

3

Passagiere

10

Höhe

3,8 m

Länge

15,7 m

Flügelspannweite

22,6 m

Flügelfläche

77,6 m²

max. Startgewicht

6.192 kg

Leergewicht

4.055 kg

Höchstgeschwindigkeit

322 km/h

Reisegeschwindigkeit

ca. 300 km/h

Landegeschwindigkeit

98 km/h

Steigleistung

4,6 m/s

Reichweite

ca. 1.200 km

max.Gipfelhöhe

7.000 m

Dienstgipfelhöhe

3.000 m

Antrieb

2 x Pratt & Whitney Wasp S1H1-G

Art

Sternmotore

Leistung

je 555 PS

Erstflug

8. Februar 1933

Boeing 247 D: Das Flugzeug gilt als eines der ersten modernen Flugzeuge dieser Art

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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