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Flugzeuge und Hubschrauber im
Air and Space Museum
Washington D.C.

- Smithsonian Institution -

Dassault Falcon 20: Das Geschäftsreiseflugzeug wurde von Federal Express als Frachtflugzeug genutzt

Dassault Falcon 20: Das zweistrahlige Geschäftsreiseflugzeug des französischen Herstellers Dassault wurde auch als Transportflugzeug von Federal Express genutzt

Die Dassault Falcon 20 ist ein zweistrahliges Geschäftsreiseflugzeug des französischen Herstellers Dassault, das weltweite Verbreitung gefunden hat. Es handelt sich um einen Tiefdecker mit einem Rumpf kreisförmigen Querschnitts, der eine Druckkabine enthält und am Heck die seitlich angebrachten Triebwerke trägt. Das Flugzeug hat ein einziehbares Bugradfahrwerk sowie ein stark gepfeiltes Seitenleitwerk mit hoch angesetzter Höhenflosse.

Das hier gezeigte Flugzeug ist eine spezielle Frachtversion mit großer Ladeklappe, die von Federal Express als Transportflugzeug genutzt wurde.

Der Erstflug des Prototyps war im. Mai 1963. Der Prototyp hatte zunächst noch zwei Pratt & Whitney JT12A8-Triebwerke mit einem Schub von 14,7 kN, während für die Serie das General Electric CF700 vorgesehen war. Nach der Umrüstung auf diese Triebwerke fand der Erstflug damit im Juli 1964 statt. Das erste Serienflugzeug wurde im Januar 1965 ausgeliefert. Der Rumpf dafür wurde bei Aérospatiale gebaut, während die Tragflächen Dassault geliefert hatte. Die Musterzulassung in Frankreich und den USA wurde am 9. Juni 1965 erteilt.

Dassault Falcon 20: weistrahlige Geschäftsreiseflugzeug des französischen Herstellers Dassault

Technische Daten: Falcon 20F

Forschungsflugzeug der DLR - Dassault Falcon 20E

Triebwerk

2 General-Electric CF700-2D2

Art

Turbojet

Leistung

je 20 kN Schub

Höchstgeschwindigkeit

860 km/h

Reisegeschwindigkeit

780 km/h

Überziehgeschwindigkeit

152 km/h

Reichweite

3.300 km

Leergewicht

7.530 kg

Startgewicht maximal

13.000 kg

Spannweite

16,32 m

Länge

17,15 m

Höhe

5,32 m

Flügelfläche

41 m²

Spurweite

3,69 m

Radstand

5,74 m

Besatzung

2

Passagiere

8 bis 12 max.

Startstrecke

915 m über 15 m Hindernis

Landestrecke

985 m über 15 m Hindernis

Dienstgipfelhöhe

12.800 m

Technische Beschreibung (Modell F)

Flügel:
Die Pfeilung beträgt 30°. Die gesamte Tragfläche stellt eine verwindungssteife Konstruktion mit gefräster tragender Oberfläche dar. Die Querruder werden durch ein doppeltes Hydrauliksystem betätigt. Vor den zweiteiligen Landeklappen befindet sich eine ebenfalls hydraulisch betätigte Luftbremse. Die Enteisung der Tragflügelnase geschieht durch Triebwerksabzapfluft.

Rumpf:
Ausgeführt in Ganzmetall, halbselbsttragend, runder Querschnitt mit gekreuzten Längs- und Querspanten. Der Rumpf ist mit einer Druckkabine ausgestattet. Auf der linken Seite befindet sich die Tür. Notausstiege sind rechts und links im Bereich der Tragflächen vorhanden. Im hinteren Bereich ist eine Toilette eingebaut.

Leitwerk:
Das Leitwerk ist selbsttragend, mit dem Höhenleitwerk etwa in halber Höhe des Seitenleitwerks. Der Einstellwinkel kann zur Trimmung elektrisch verändert werden. Seiten- und Höhenruder werden durch das verdoppelte Hydrauliksystem betätigt.

Fahrwerk:
Die Federbeine sowohl des Bugfahrwerks als auch der beiden Hauptfahrwerke tragen je zwei Räder und werden hydraulisch ein- und ausgefahren. Das lenkbare Bugrad wird nach vorne eingezogen, das Hauptfahrwerk nach innen. Alle Räder sind mit Scheibenbremsen und einem Antiblockiersystem ausgerüstet.

Ausrüstung:
Es sind zwei unabhängige Hydrauliksysteme für die Betätigung der Steuerflächen, Auftriebshilfen, Rad- und Luftbremsen, des Fahrwerks und zur Bugradsteuerung vorhanden. Jedes Triebwerk verfügt über eine Hydraulikpumpe, zusätzlich verfügt die Falcon über eine elektrische Pumpe für den Notfall. Die Druckkabine wird durch Zapfluft der Triebwerke versorgt. Die Klimaanlage ist doppelt vorhanden. Bei Druckabfall tritt ein Notfallsauerstoffsystem in Aktion. Das elektrische System wird von zwei an den Triebwerken befestigten Generatoren versorgt, die gleichzeitig auch als Starter dienen.

Avionik:
Als Standardausrüstung besitzt die Falcon zwei VHF/VOR Anlagen und einen ADF. Neben der Blindflugsinstrumentierung sind DME, ATC-Transponder und ein Empfänger für das Markierungsfunkfeuer eingebaut. Auf Wunsch können ein Autopilot, ein Wetterradar und weitere Ausrüstungen geliefert werden.

 

 

Copyright © Flugzeuglexikon von Wolfgang Bredow - Berlin, Spandau

 

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